Zweigelt Sekt, 2008, Steininger

Karl Steininger, KamptalIm Glas dunkles rubingranat. In der Nase Cassis, eine ganze Menge Frucht, sehr animierend und appetitlich. Am Gaumen lebendige aber nicht anhaltende Perlage, rotfruchtig, nicht sehr definiert, hält am Gaumen nicht was er in der Nase versprich, am Boden dunkle Töne, adstringierend, bitter gegen Schluss, mittellang.

Im Grunde haben wir hier einen Exoten, so viele Zweigelt-Sekte gibt es nicht in diesen Landen. Und ja, es ist durchaus interessant, was man aus Zweigelt alles machen kann. In diesem Fall ist das Ergebnis aber eher zweitklassig, man hat ein wenig den Eindruck, schon der Grundwein wäre nicht das allererste Produkt gewesen. Von der Vielseitigkeit und Tiefe, die die Sorte auch könnte, ist nicht viel zu bemerken. Die Verkosterrunde ist etwas enttäuscht, sind doch Steininger Sekte im Allgemeinen schon ein Name der Genuss vermuten lässt. Denken wir nur an so schöne Dinge wie den Muskateller-, Traminer-, oder Sauvignon Blanc Sekt aus dem gleichen Haus. Die Runde vergibt einen einsamen Stern, um aber mit Nachdruck eine Kaufempfehlung auszusprechen braucht es anderes am Verkostertisch.

Der Name Steininger taucht im Zusammenhang mit österreichischem Sekt und Kamptaler Weinen auf alle Fälle immer wieder auf. Ein Familienunternehmen aus dem Kamptal in Langenlois, dessen drei Töchter bereits im Betrieb mitarbeiten und ihn auf ihre ganz eigene Weise prägen. Das Sektmachen ist eine Lebenseinstellung und nach dieser wird auf diesem Hof auch gelebt. Bereits seit 1989 wird hier mit zunehmendem Qualitätslevel Wein gemacht und teilweise zu Sekt verarbeitet. Im Gesamten betrachtet haben wir hier aber ohne Zweifel einen der Top-5 Sektmacher Österreichs.

Verkostet, am 10.11.2013
Bild: Steininger

 

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2 comments on “Zweigelt Sekt, 2008, Steininger

  1. Christa on said:

    warum einen sekt so lang lagern? ein jüngerer jahrgang hätte mehr freude gemacht!

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