Zweigelt Schilfwein, 2001, Tschida

Hans TschidaIm Glas helles Ziebelschalenrot. In der Nase kräftige Erdbeeren und darunter etwas Würze. Am Gaumen Erdbeermarmelade pur! Sämig und etwas rau auf der Zunge, hat einiges an Tiefe, etwas Grapefruit und Orangezesten gegen Schluss, sehr schön balanziert, bleibt lang im Mund. ungewöhnlich und sehr fruchtig.

Zu Anfang wirkt er wäre fast ein wenig eindimensional. Aber mit etwas Luft und Gewöhnung an den ungewöhnlichen Stil finden alle Verkoster zunehmen Gefallen daran in diesen Erdebeermarmeladetopf zu fallen, ja darin zu tauchen! Tolle Frucht, toller Süsswein! Kaufempfehlung, ja, klar. Zuschlagen. Fazit: Ungewöhnlich, aber wer mag Erdbeermarmelade nicht?. Toller Stil, vier Spirits, und er kratzt definitiv am fünften. Kaufempfehlung, aber ja! Auf jeden Fall. Aber wohl die aktuelleren Jahrgänge, dieser ist sicher vergriffen.

Hans Tschida, mit dem Weinlaubenhof Kracher die beiden Süßweinpäpste Österreichs, hat wohl alles gewonnen was man als Weinmacher so gewinnen kann. Und zwar nicht nur national sondern weitgehend auch international. Seit 1996 wird das Weingut Jahr für Jahr für seine herausragenden Qualitäten ausgezeichnet und die Familie Tschida nimmt das als Bestätigung für den Weg der kompromisslosen  Qualitätssuche. Auf etwa 25 ha werden eine ganze Menge Sorten produziert, nämlich nicht nur süß sondern durchaus auch trocken.

Verkostet am 21.6. 2012
Bild: Tschida

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