Zweigelt, 2011, Neumeister

Christoph und Matthias Neumeister, SüdoststeiermarkIm Glas mittleres rubingranat, karmesinrote Reflexe. In der Nase florale Noten, Rumtopf, etwas Kakao, rauchige Noten, eingelegte Kirschen. Am Gaumen dicht und harmonisch, ruhig und fließend, dunkle Weichseln, sehr saftig, Kakao und dunkle Schokolade, Espresso am Schluss, samtiges Tannin, mittellang bis lang im Mund mit eingelegter Weichsel und Röstnoten.

Noch einmal ist Herr Neumeister mit seinem Zweigelt zu Gast, den 2008er hatten wir schon hier. Wie auch beim letzten Versuch hat auch der Vorliegende gezeigt, dass die Südoststeiermark ein in mancher Hinsicht verkanntes Weingebiet ist. Zu selten hier am Verkostungstisch anzutreffen, zu selten in den Medien, zu selten in den Gläsern der Konsumenten. Dieser hier zeigt uns, wie schön ruhig fließend, wie fein definiert, wie harmonisch und doch gleichzeitig spannend und abwechslungsreich Zweigelt sein kann. Die Verkosterrunde hat dafür vier Spirits anzubieten und – natürlich – eine fette Kaufempfehlung. Jetzt kaufen, liegen lassen und ab nächstem Jahr genießen. Viel Vergnügen.

Der Name Neumeister gilt als Garant für gute Weine und schonende Verarbeitung in der Steiermark, speziell in der Südoststeiermark. Das Familienunternehmen bewirtschaftet etwa 30 ha Weingärten, weitere 6 ha werden zugekauft. Der Sortenspiegel ist reichhaltig, wie so oft in der Steiermark, trotzdem findet man hier eine Art roten Faden und gemeinsame Linie, die allen Produkten des Hauses gemein ist. Und die hat mit der umgesetzten Qualität zu tun und mit der Haltung die Vater Neumeister seinen beiden Söhnen mitgegeben hat.

Verkostet, am 10. 11. 2013
Bild: Neumeister

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