Zweigelt, 2011, Hannes Reeh

Hannes Reeh, NeusiedlerseeDunkles rubingranat mit schwarzem Kern, sehr feiner Wasserrand, sehr gute Haftung. In der Nase dicht, Kaffee, Kakao, Vanille, Weichsel, mit Luft Brioche und etwas Bitterschokolade, etwas Cassis, schön ziseliertes Duftspiel.  Am Gaumen wieder Kakao und dunkle Kaffeenoten, vollreife Weichsel, schönes Säurespiel, Vanille und etwas Cassis, Sehr feine ganz leicht rauhe Tannine, mittellang im Mund.

Wunderbar! Wieder einmal ein wirklich gelungenes Exemplar. Sicher einer der besten Roten, der hier in den letzten Wochen ins Glas kam. Einer wo Frucht und Holz ganz fein aufeinander abgestimmt und eingebunden sind, wo einem die Aromen ganz subtil fast einzeln entgegentrotten und man die Nase ganz ganz tief ins Glas stecken will um auch nicht den Genuss eines einzelnen Arömchens zu verpassen. Ja, in gewisser Weise ist er auch gefällig aber das tut der Qualität keinen weiteren Abbruch. Einfach nur um weiterhin diese runden, diese feinen Gerüche und Geschmäcker kosten zu dürfen. In der Preisklasse für unter € 10,- ist das absolut unschlagbar. Fünf Spirits dafür, darin sind sich alle einig. Und die Verkosterrunde beschließt spontan Hannes Reeh zum Weinpresse-Winzer des Monats Februar zu wählen – gut, den Titel gab es bislang noch nicht, man hat ihn hiermit erfunden.

Hannes Reeh, ein junger Winzer aus Andau am Neusiedlersee, hat um 2007 das elterliche Weingut übernommen. Er ist auf den meisten großen Verkostungen zu finden und zwar mit immer guten und besten Noten. Als Sieger im Falstaff-Burgundercup 2012 zeigt er, dass er nicht nur im Rotweinbereich etwas kann sondern auch, dass ihm die im Burgenland inzwischen recht heimischen Burgundersorten entsprechend gut von der Hand gehen. Kein Schnickschnack – nur Reeh.

Verkostet, am 4.2.2013
Foto: Reeh

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