Zweigelt, 2007, Jurtschitsch

Kräftiges dunkles Rot, deutlicher Wasserrand, gute Haftung. In der Nase Buttertöne, kräftige dunkle saftige Kirschen, etwas Nougat, süsses dunkles Berenkonfit. Am Gaumen saftige Kirsche, wieder das süsse rote dunkle Beerenkonfit, schmeckt wie er riecht, eher schmaler einfacher Körper, recht grobe Tanine, gesamt eher nicht sehr komplex, gegen schluss Toastnoten, eher kurzer Abgang.

JurtschirtschIch bin kein sehr grosser Jurtschitsch-Fan, ich gebe es offen zu. Alllerdings muss man auch sehen, dass das Weingut Jurtschitsch in vielen Fällen ausgesprochen tolle Arbeit leistet, wie man auch schon an den vielen eingeheimsten Prämierungen der letzten Jahre sehen kann. Aber der Winzer polarisiert oft genug. Und dieser Zweigelt hat mich nicht sehr begeistert, ist aber – der fairnesshalber sei das dazugesagt – auch kein Primeur.

Der Sonnhof Jurtschitsch, ein (manchmal polarisierendes) recht bekanntes Kamptaler Weingut hat sich 2006 entschlossen auf kontrollierte organisch-biologische Wirtschaftsweise umzustellen und ist damit in Österreich Teil eines grossen Trends der Primeur-Weingüter. Man arbeitet auf knapp 80 ha, was für hiesige Verhältnisse schon recht viel ist und macht dabei über 70 % Weiss. Die Mitgliedschaft im Verein der Traditionswinzer Österreichs ist für ein Haus mit mehr als 700 Jahre alten Keller keine Frage. Und Tradition und kompromisslose Qualtiät sind auch die Motoren, die hier die Winzer vorantreiben.

2001, in seiner 100. Ausgabe, stellt das Magazin ‚Alles über Wein‘ die besten Weingüter der Welt vor. Das Familienweingut Jurtschitsch zählte dazu.

Verkostet, am 1.11.2011

Bild: Sonnhof Jurtschitsch

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