Zierfandler Anninger, 2011, Stadlmann

Johann Stadlmann, Thermenregion

Im Glas mitellkräftiges Grüngelb, gelbe Reflexe. In der Nase Äpfel, Pfirsich und Zitrus, mit Luft auch vegetabile Noten. Am Gaumen eher undefinierte Frucht aber frisch und recht saftig, gegen Schluss auch Grapefruit, kräftige durchgehend tragende Säure, würzige Töne, pfeffriger Schluss, nicht sehr lang.

Er überzeugt uns nicht so ganz, es fehlt ihm ein wenig die Tiefe, die Klasse. Die Verkosterrunde vergibt hier zwei Spirits, die wohl eher der autochthonen Sorte und der pfiffigen Würze anzurechnen sind als dem Gesamtkunstwerk. Die Kosten liegen um die € 10,- und das ist vielleicht auch schon etwas hoch gegriffen. Kaufempfehlung? Nun, da gibt es ganz sicher schönere Dinge aus dem Hause Stadlmann.

Das Weingut aus dem Süden Wiens ist mehrfach ausgezeichnet, auch von Weinpapst Robert Parker, der es durchaus lobend erwähnte.  Und die von Johann Stadlmann gelebte Philosophie, „Ein guter Winzer ist unaufgeregt, aber aufmerksam und aktiv. Er sucht die Innovation und ehrt die Tradition […]“, wäre wohl auch für so manch anderen Winzer ein guter Vorsatz. Das Weingut wird oftmals als eines der Führenden der Thermenregion gehandelt.

Verkostet, am 27.7.2012
Foto: Stadlmann

 

Spirits:

4 comments on “Zierfandler Anninger, 2011, Stadlmann

  1. Stadelmann leistet sich den Luxus einigen seiner Weine etwas mehr Reife und Ruhe zu gönnen, bevor sie in den Verkauf kommen und das ist gut so!

    • Grundsätzlich eine sehr feine Sache. Und ganz mein Tenor: Lasst den Weinen Ihre Zeit.
      Gott-Sei-Dank gibt es Winzer, die sich genau solchen Luxus leisten.

  2. Christa on said:

    aus dem hause anninger? war wohl stadlmann gemeint …

    • 😀 Ja, völlig richtig, Stadlmann. Fünf mal gelesen und noch immer übersehen. Aber dafür jetzt endlich korrigiert.

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