Wild auf Wild!

Hirsch, WildDer Herbst ist sehr oft die einzige Zeit, in der Wildgerichte gegessen werden, Wildwochen finden sich in jedem Gasthaus. Schade eigentlich, hat doch Wild das ganze Jahr Saison. Das beginnt schon mit dem Maibock, dessen Fleisch vom Feinsten ist – leichte und schmackhafte Frühlingsküche lässt sich daraus zubereiten, beispielsweise ein Carpaccio oder Medaillons vom Reh oder Hirsch mit Spargel und Frühlingskräutern. Das Wild ernährt sich von frischen Gräsern und jungen Knospen, herb-würzigen Kräutern und bunten Früchten und das merkt man auch im feinwürzigen Geschmack des Fleisches.

Im Sommer lässt sich mit einem herrlichen Stück Hirschfleisch im Ganzen auf dem Grill, ein leichtes und fettarmes Gericht zaubern, Wildfleisch, noch rosa im Kern gegrillt auf frischem Sommersalat – ein herausragender Genuss. Je nach Jahreszeit und unterschiedlichem saisonalem Gemüse bringt so etwas Vielfalt in den Speiseplan. Im Herbst und Winter begleitet dann Wurzelgemüse die traditionellen Schmorgerichte.

Früher wurde Wildfleisch gebeizt. Diesen intensiven Geschmack mochte nicht jeder. Das Fleisch ist heutzutage extrem frisch und muss nicht mehr gebeizt werden, um unangenehme Aromen zu überdecken. Heute wird Wildfleisch auf eine sehr natürliche Art und Weise zubereitet, unverfälscht im Geschmack, ähnlich wie Rind und Kalb. Versuchen Sie einmal ein Butterschnitzel vom Reh oder Hirsch anstelle von Kalb. Küchenfertig vorbereitet sind auch Hase und Fasan einfach in der Zubereitung. Die Vorteile vom Wildfleisch liegen auf der Hand: Das Fleisch kommt ganz sicher nicht aus Massentierhaltung, ist absolut fettarm und zart.

Versuchen Sie es selbst, probieren Sie, testen Sie. Sie werden sich wunder, welche Aromenvielfalt hier vorherrscht. Und gesund ist es sowieso.

Text: Karin Podhajsky
Bild: 123rf.com

2 comments on “Wild auf Wild!

  1. In einigen Nachbarländern gibt’s leider schon so etwas wie „Wildzucht am Hof“ und der Fleischer kümmert sich ums Ableben der Tiere und natürlich auch um den Verkauf. Solches „Zuchtwildfleisch“ gelangt leider auch bis zu uns. Allerdings sollte einem der sehr günstige Preis stutzig machen. Spätestens bei der Zubereitung merkt man den Unterschied zwischen geschossenem oder geschlachtetem Wild.

    Mein Tipp, Finger weg von anscheinend günstigen Angeboten und heimisches Wild vom Jäger oder beim heimischen Fachbetrieb kaufen!

  2. Ganz nebenbei ist Wild deshalb nicht das ganze Jahr verfügbar (Tiefkühltruhe ausgenommen) weil es Schonzeiten gibt die eingehalten werden müssen. Da diese „Jagdgesetze“ Landessache sind, variieren die Schonzeiten von Bundesland zu Bundesland ein wenig. Zur Orientierung hier der Link von Wien. http://www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/rechtsvorschriften/html/l9201000.htm

DieWeinpresse located at Wien , 1020 Wien, Austria . Reviewed by 4793 Reader rated: 4.8 / 5