Welschriesling Trockenbeerenauslese, 2000, Hermann Fink

Hermann Fink, Neusiedlersee-HügellandOptisch kräftig bernsteinfarben ins rötliche gehend, sämig mit guter Haftung. In der Nase zuerst etwas petrolig, dann Brioche und gelbe Früchte, relativ dicht und straff, etwas Zitronade und auch Zitronenschale, gelbe Früchte. Am Gaumen viel Kandis, Butter und Sahnekaramel, getrocknete Feigen, Rosinen, nicht allzu breit eher subtil, schön ausbalanciert und homogen, schon etwas Zucker gegen Schluß, eher lang im Mund.

Er ist kein ganz Großer, dieser Kollege Welschriesling. Aber einer von den Guten ist er allemal. Ganz klar, wenn auch schon etwas oxydiert. Nicht breit, nicht aufdringlich, eher subtil und schüchtern zuerst und dann klar, dicht und kräftig, zeigt er uns, dass man nicht aus Illmitz kommen muss um feine Süßweine zu machen. Drei Spirits und der vierte fällt schon fast ins Glas, gäbe es halbe und dreiviertel Sterne, hier müssten sie her. Kaufempfehlung? Ja, aber unbedingt, diesen oder die nächste Jahrgänge.

Hermann Fink, der Selbermacher, der Hobbywinzer, der genau dieses Hobby zum Beruf gemacht hat und damit nun auch beachtliche Erfolge feiern darf. Der Familienbetrieb baut auf 6,5 ha eine relativ große Sortenvielfalt an, so finden wir hier alles vom Gewürztraminer, über Sauvignon Blanc und Chardonnay, bis hin zum Blaufränkisch und Pinot noir. Der ruhige Winzer, der auch schon Titel wie der beliebteste Winzer des Burgenlandes holte, ist auch in der Selection Süßes Gold Burgenland vertreten und zählt sicher zu großen – wenn auch in diesem Fall einer der unbekannteren – Winzern dieses Weingebietes.

Verkostet, am 28.1.2013

Bild: Fink

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