Weissburgunder Stangl, 2006, Johann Topf

Johann Topf

Johann Topf

Im Glas kräftiges Goldgelb mit leicht grünlichen Reflexen. In der Nase eher zurückhaltend, etwas Spargel, auch grasige Noten und spürbare süße gelbe Frucht. Am Gaumen eher verwaschen, vegetale Noten, Blütenhonig und gelbe Frucht, nicht durchgängig und auch nicht allzu breit, gegen Schluss alkoholisch. Kurz.

Schade, wir hätten uns etwas mehr erhofft von diesem Weissburgunder. Das Jahr war doch recht warm und das Traubenmaterial reif, leider konnte sich das nicht bis ins Glas durchsetzen. Fairerweise muss aber dazu gesagt werden, er ist auch nicht mehr ganz jung. Der Winzer selber meinte, etwas Reife würde hier nicht schaden, umso grösser war die Vorfreude. Tja, was solls, meint die Verkosterrunde und vergibt einen etwas einsamen Spirit. Vielleicht war der Kollege ja auch einfach in einer schlechten Verfassung, wir werden eine weitere Flasche zu gegebener Zeit öffnen.

Das Weingut Johann Topf liegt im Kamptal und ist Mitglied des Vereines der Österreichischen Traditionswinzer. Die Weine haben viel Charakter und Stil, auf der Lagenliste finden sich auch so große Namen wie Heiligenstein und Spiegel. Und was ich persönlich sympathisch finde, ist die durchaus authentische Handschrift des Weinmachers, die sich in seinem Bezug zur Region und seiner Einstellung zur Natur widerspiegelt.

Verkostet, am 31.5.2012
Bild: Topf

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