Weissburgunder Spezi, 2013, F.M. Mayer

Wiener Wein, F.M. MayerIn der Nase typisch nussige Aromen mit dezenter Kräuterwürze. Am Gaumen knackig frisch, mit einem Hauch Apfel und Mandel und sehr guter Struktur. Der mittellange Abgang zeigt viel Potential und macht Lust auf den nächsten Schluck. Sehr gutes Entwicklungspotential und langfristiges Lagerpotential.

Die Bezeichnung Spezi stammt aus der Wiener Buschenschankkultur und bedeutet so viel wie: der beste glasweise angebotene Wein. Dabei handelte es sich in früheren Zeiten meistens um einen gereiften Weißburgunder. Der Weißburgunder 2013 stammt von der Riede Unger und wurde Anfang Oktober gelesen. Ich persönlich war – und ich glaube ich bin es immer noch nicht – noch nie ein wahrer Weißburgunder Fan, aber selbstverständlich weiß ich, was einen guten Sortenvertreter ausmacht. Ich gestehe, F.M. hat mich mit diesem Unger-Burgunder zu einem Weißburgunder Genießer gemacht. Meine vier Spirits bekäme er aber auch ohne diese erworbene Trinkfreude, denn dieser hier ist ein ausgezeichneter Sortenvertreter!

Das Weingut F. M. Mayer besteht seit Ende des 20 Jahrhunderts, genauer seit 1999, und noch immer sind die erzeugten Mengen und die Rebflächen des Hauses klein. Der ungewöhnliche Weinmacher bringt viel internationale Erfahrung ein und er ist äußerst erfolgreich darin, seine ganz eigenen Vorstellungen des Wiener Weines durchzusetzen. Seine Produkte stehen in vielen Wettbewerben am Siegerpodest, beispielsweise konnte er bei der Wiener Landesweinbewertung mit allen eingereichten  Weinen reüssieren. Die Weinpresse hat ihn besucht und berichtet hier.

Verkostung Andy Bigler
Verkostet im Juli 2014
Bild: F. M. Mayer

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