Mein Wein hat Pfeffer. Die Weinviertel-DAC-Präsentation.

Weinviertel DAC, Präsentation 2015, Andy BiglerWeinviertel DAC – Präsentation in der Wiener Hofburg
Für kulinarische Veranstaltungen dieser Größenordnung sind die Festsäle der Wiener Hofburg bestens geeignet. Am 25.02.2015 fand hier die bereits elfte Weinviertel DAC-Präsentation statt, ein Pflichttermin für Fachpublikum und private Weinfreunde.

DAC im Weinviertel seit 2003:
Das Weinviertel war Österreichs erste Region, mit der geschützten Herkunftsbezeichnung DAC (Districtus Austriae Controllatus). Mit der für das Weinviertel gebietstypischen Sorte Grüner Veltliner wurde Weinviertel DAC bereits 2003 ins Leben gerufen. Innerhalb kürzester Zeit wurde aus einer Veranstaltung mittlerer Größe ein Mega-Event mit mehr als hundert ausstellenden Weingütern und dementsprechenden Besucherzahlen.

Organisationsmangel oder doch nur Nörgelei?
Nach mehr als zehn Jahren Veranstaltungserfahrung könnte man meinen, es würde alles ziemlich reibungslos ablaufen. Mache Besucher mag es nicht stören, aber es gibt beispielsweise noch immer keinen Zeitraum, der ausschließlich Fachbesuchern zur Verfügung steht. Pünktlich um 15:00 Uhr ist Einlass und zwar für alle bereits Anwesenden. Erfahrene Besucher wissen, dass spätestens ab 17:00 Uhr die Präsentationsräumlichkeiten überfüllt sind und sich ein Vordringen zu den jeweiligen Winzern sehr schwierig gestalten kann. Genau aus diesem Grund kommen alle, denen es möglich ist, bereits zu Veranstaltungsbeginn. Für mich persönlich ist es nicht wirklich nachvollziehbar, weshalb es diese Trennung noch immer nicht gibt, obwohl es für alle Beteiligten vorteilhaft wäre.

Je schwieriger die Bedingungen, umso hochwertiger die Weine?
Allgemein wird 2014 als schwieriges Weinjahr bezeichnet, dem kann man auch nicht widersprechen. Die Weinviertler Winzer scheinen von diesen Bedingungen zu Höchstleistungen angespornt worden zu sein. Die Mehrheit aller präsentierten Weine entsprach dem Sortentypus Grüner Veltliner – würzig pfeffrige Aromen, schöne Gesamtstruktur mit passendem, gut integriertem Säuregerüst. Die in den letzten Jahren leider häufig wahrzunehmenden Aromen von „Eiszuckerl“ und „Sauvignon-Touch“ existierten so gut wie gar nicht. Neunzig Prozent aller verkosteten Weine überzeugten mit glasklarer Frucht, Terroir und Charme.

Besonders beeindrucken fand ich die Weine folgender Betriebe:
Christoph Bauer – Jetzelsdorf
Christoph Brandl – Radlbrunn
Ingrid Groiss -Breitenwaida
Ewald Gruber – Röschitz
Paul Hahn – Hohenruppersdorf
Harald Haimer – Poysdorf
Gerald Kridlo – Sierndorf a. d. March
Wolfgang Müllner – Dürnleis
Erwin Poller – Röschitz
Franz Prechtl – Zellerndorf
Markus Pröglhöf – Retz

Text & Bild: Andy Bigler

 

 

 

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