Weinbotschaft. Die wichtigsten Weißweine Frankreichs. Teil 1.

Käse und Wein. In Frankreich ein MUST.Um einem mehrfach geäußerten Wunsch unserer Leser und Leserinnen nachzukommen, werde ich euch heute einen kleinen Überblick über einige wichtige Weißweine aus dem wohl traditionsreichsten Weinland der Welt vorstellen. Die Rede ist von Frankreich. Da Frankreichs Weinvielfalt so enorm groß ist, werden wir natürlich nicht alle in einem Artikel unterbringen. Um eine bessere Übersicht zu gewährleisten, werde ich einige der wichtigsten Weißweine in kurzen Absätzen vorstellen:

Burgund: Meursault
Die Appellation Meursault befindet sich in der Region Burgund und ist seit 1970 ein eigenes AOC mit 17 Premier-Cru–Lagen. In der Hauptsache wird hier Chardonnay angebaut, geschmacklich finden wir hier fette und geschmeidige Chardonnays mit viel Kraft und Eleganz, nicht selten mit viel Holz unterstützt.

Burgund: Montrachet
Nur wenige Kilometer von Meursault entfernt grenzt das Gebiet des Montrachet-Weines. Diese Grand-Cru Weinlage liegt in den Gemeinden Puligny-Montrachet und Chassagne-Montrachet in der Côte de Beaune. Die Lage besitzt seit 1937 eine eigene Appellation und zählt mit einer Größe von rund 8 ha zu den kleineren Appellationen Frankreichs. Erzeugt wird auch hier großteils Chardonnay. Die Weine der überwiegend südlich ausgerichteten Lage von Chassagne haben den Ruf wuchtig und fett zu sein, wohingegen die Weine aus der Gemeinde Puligny als feiner und eleganter gelten. Vier andere Grand-Cru-Lagen verteilen sich rund um Montrachet und teilen sich den prestigeträchtigen Name wie folgt:

Grand Cru Position Rebfläche(2007) Durchschnittliche Menge(2003-2007)
Montrachet Mittig 7,99 310 hl
Bâtard-Montrachet Osten 11,09 502 hl
Chevalier-Montrachet Westen 7,08 305 hl
Bienvenues-Bâtard-Montrachet Nordost 3,70 163 hl
Criots-Bâtard-Montrachet Süd 1,57 73hl

Quelle: Wikipedia

Burgund: Chablis
Das Weinbaugebiet Chablis ist das nördlichste Gebiet in der Region Burgund. Wie in der gesamten Region üblich, werden in Chablis ebenso fast ausschließlich Chardonnays angebaut, jedoch findet sich hier eine komplett andere Stilistik wieder. Das liegt unter anderem daran, dass das Chablis zu den wenigen Gebieten auf der ganzen Welt gehört, das Frostschäden bis tief in den Mai befürchten muss. Natürlich haben die Winzer dieser Region entsprechend reagiert und es wurden technische Methoden zum Umgang damit entwickelt. Beispielsweise naheliegend ist in diesem Fall das Heizen der Weingärten. Diese Methode wurde auch oft und erfolgreich angewendet. Es hat sich aber inzwischen noch eine weitere Methode etabliert. Dabei wird bei Eintreten des Frostes zum Schutz der Reben –vor allem der jungen Triebe – der Weingarten mit Wasser besprüht. In Folge bildet sich über die jungen Triebe eine schützende Eisschicht ähnlich eines „Mini-Iglos“, die die Pflanze vor der Kälte schützt. In den letzten 50 Jahren hat sich die Rebfläche von 500 ha (Mitte der 1950er) bis heute explosionsartig auf fast 5.000 ha erweitert. Leider hat Chablis heute oft einen weniger positiven Ruf. Meist denkt man an flache Weine mit enormer Säure, unausgewogen, mit Aromen von viel Grün oder unreifen Früchten, die vielleicht erst im Alter – sofern man warten kann – eine spannende Finesse darbieten. Doch die Kellertechnik hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt, und davon profitieren auch Chablis-Weine. Heute wird der Rebensaft beispielsweise einer malolaktischen Gärung unterzogen, oder auch im Barrique ausgebaut. Dadurch sind diese Weine „schneller“ trinkbereit.

Den zweiten Teil finden Sie hier.

Text: Peter Ladinig
B
ild: 123rf.com

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