Wein, fester Bestandteil einer gesunden Ernährung.

Wein und GesundheitWein ist gelebte Genusskultur und das seit Jahrhunderten. Guter Wein und gutes Essen gehören einfach zusammen. Der Appetit wird angeregt, das Geschmackserlebnis intensiviert. Wein zu einer Mahlzeit getrunken steigert nicht nur den Genusswert der Speisen durch seine aromaverstärkende Wirkung, sondern unterstützt die Verdauungsleistung des Körpers, denn Wein regt die Verdauungsdrüsen an, erhöht die Darmaktivität und verbessert die Ausbeute an wertvollen Stoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen. Im Magen stimuliert er die Magensaftproduktion und begünstigt damit verdauungsfördernde Enzyme sowie die Magensäure. Das kommt gerade älteren Menschen zu Gute, deren Magensäureproduktion in der Regel nachlässt. Auch die Gallenblase und die Bauchspeicheldrüse werden angeregt, das verbessert die Fettverdauung und die Verträglichkeit der Speisen. Medizinisch betrachtet, ist moderater Weingenuss zum Essen also durchaus sinnvoll.

Weiß oder Rot?
Nicht nur Rotwein ist gesund. Inzwischen gibt es genügend Hinweise in der medizinischen Literatur, dass der moderate Weißweingenuss ebenso gesundheitsfördernd sein kann. Bei der Weinauswahl sollte man allein die persönliche Neigung entscheiden lassen. Genießen Sie den Wein, der Ihnen zum jeweiligen Gerichten am besten schmeckt. Auf diese Weise haben Sie automatisch eine gesunde Mischung.

Wie reagiert der Körper auf den verantwortungsbewussten Weinkonsum?
Regelmäßiger und maßvoller Weinkonsum …

… kann Herzinfarkten vorbeugen und die Elastizität der Gefäße erhalten. Wein verbessert die Durchblutung des Herzmuskels, senkt den Cholesterinspiegel im Blut und verringert die Thromboseneigung.
… entschlackt den Körper, denn die Nieren arbeiten aktiver; Abfallstoffe werden besser ausgeschieden.
… kann die Abwehr von Krankheiten unterstützen, denn Wein setzt die Lebensfähigkeit von Krankheitserregern herab, kann Bakterien und Viren abtöten und die körpereigenen Immunkräfte des Menschen steigern.
… kann wirkungsvoll den gefürchteten Reisedurchfallerkrankungen vorbeugen, denn Wein verfügt über eine exzellente Entgiftungsfunktion.
… verlangsamt die Knochenentkalkung und kann so der gefährlichen Osteoporose vorbeugen.
… ist Bioregeneration, nach körperlicher Aktivität ersetzt mäßiger Weinkonsum wertvolle Mineralstoffe, harmonisiert den Körper und erfrischt.
… hält körperlich und geistig aktiv, denn der altersbedingte Abbau der Gehirnfunktion wird verlangsamt und die Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert.
… kann kreativitätssteigernd wirken und die Phantasie anregen, bewiesen durch viele Künstler und Individualisten der Geistes- und Kulturgeschichte.
… entspannt und baut Stress ab.
… hilft mit, die Lebenserwartung zu verlängern; natürliche Antioxidantien im Wein verlangsamen die Zellalterung.

[Quelle: Prof. Dr. med. Klaus Jung, Mainz]

Dennoch: Wein ist keine Medizin sondern ein Genussmittel. Nur integriert in eine gesunde, verantwortliche Lebensführung kann der Wein unterstützend beim Erhalt der eigenen Gesundheit helfen. Wein verantwortlich genießen! Ein gefüllter Magen verzögert die Alkoholaufnahme ins Blut. Wie viel Alkohol tatsächlich resorbiert wird, ist individuell verschieden und hängt unter anderem von Körpergröße, Körpergewicht, Tagesform sowie der Trinkgeschwindigkeit ab. Aufgrund naturgegebener Unterschiede gelangt Alkohol bei Frauen schneller ins Blut und wird langsamer abgebaut. Das heißt auch, Frauen sollten generell weniger Alkohol trinken als Männer und während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkoholkonsum natürlich ganz verzichten. Wie viel Weingenuss gilt als unbedenklich?

 [Quelle: Prof. Dr. med. Bernd Krönig, Forum Wein & Gesundheit]

Achten Sie auch auf den Alkoholgehalt des Weines. Er kann zu einem verantwortlichen Weinkonsum beitragen.

Text: Doris Goedecker, Dipl. oec. troph., Geschäftsführerin, Forum Wein & Gesundheit
Bild: Forum Wein & Gesundheit, Rolf Görgen

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