Warum es manchmal verdammt hart ist, ein Wirt zu sein.

Wirte in Österreich. unglaublich.Sagt Lutz.Die Sorgen in der Wiener Gastronomie reißen nicht ab. Ein Dauerbrenner ist dabei seit Jahren die (Nicht)Raucher-Thematik. Trotz kostspieliger Umbauten geraten Wirte immer wieder mit dem Tabakgesetz in Konflikt. Langwierige Verwaltungsstrafverfahren, empfindliche Geldstrafen und frustrierte Unternehmer sind die Folge. Während derzeit einige Wiener Lokale unter medialer Aufmerksamkeit wegen Anrainerbeschwerden um ihre Existenz kämpfen, droht eine Klagswelle eines privaten Vereins unbeachtet über die Clubszene zu rollen. Jürgen Lutz, Geschäftsführer von lutz – die bar und lutz -der club wandte sich aus diesem Anlass mit einem offenen Brief an seine Gäste und die Öffentlichkeit.

In diesem erklärt er die Gründe für das ab sofort geltende Rauchverbot in seinem Club und gibt Einblicke in die Umsetzung des Nichtrauchergesetzes und dessen rechtliche Auslegungsauswüchse. Er legt offen, mit welch juristischer Raffinesse eine fragwürdige Initiative Gastronomen unter Druck setzt und diese zur Abgabe von vorgefertigten Verpflichtungserklärungen und Zahlung von Anwaltskosten bringt. Und er erklärt, dass er und sein Betrieb da nicht mehr mitmachen werde. Sein Brief „Manchmal ist es verdammt hart ein Wirt zu sein“ wird in Social Media Kanälen vielfach geteilt und diskutiert. Darin hält er fest: „Unfassbar, womit sich die Wiener Gastronomie derzeit beschäftigen muss! Eigentlich wollen wir einfach nur Menschen glücklich machen. Wir wollen unseren Gästen eine gute Zeit bieten und sie ein Stück glücklicher nach Hause schicken, als sie zu uns gekommen sind. Das ist unsere Mission. Weil wir es für wichtig halten, dass sich die Menschen in den Cafés, Bars, Restaurants und Clubs persönlich treffen.“ Laut Lutz sollte das der Kern der gastronomischen Tätigkeit sein und bleiben.

Quelle: APA
Bild: Lutz

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