Tribus, 2011, Jacqueline Klein

Jacqueline Klein, NeusiedlerseeMittleres Rubinrot, violette Reflexe. In der Nase viel Kirsche, dicht und fest, mit Luft Weichsel und rote Beeren, Tabak,  schwarzer Tee, wenig Vanille, etwas Espresso. Am Gaumen zuerst weich und anschmiegsam, Espresso, Kakao und rote Beeren, dicht und verwoben, leichte Alkoholschärfe, wenige aber etwas grobe Tannine, lang im Mund, im Nachhall dunkler Kaffee und Kandis.

Lassen Sie ihn um Gotteswillen noch liegen. Ja, kaufen Sie ihn, aber trinken Sie ihn noch nicht. Er macht Spaß im Mund, so anschmiegsam und doch rauh, wie er ist. So fruchtig und doch so hintergründig. Ein junger Wilder, einer der sich die Hörner noch abstoßen will. In den nächsten Monaten und Jahren. In der Flasche. Zweigelt, Merlot und Blaufränkisch wurden hier cuveetiert um eine Dreiergemeinschaft zu bilden, die sich in nächster Zeit noch etwas zusammenfinden muss. Sehr spannende Dinge. Ach, ja, die Verkosterrunde gibt ihm drei Spirits. Momentan. Und maximal. Und möchte ihn bitte in ein, zwei Jahren noch einmal vorladen. Potential!

Jacqueline Klein, die junge Winzerin aus Andau, aus der heißesten Gemeinde Österreichs hat das Glück in einer der besten Zweigeltgegenden überhaupt zu arbeiten. Und so reif und fruchtig wie die Trauben bei ihr sind, so kommen sie auch in die Flasche. Das Weingut besteht erst seit 2010 und bearbeitet etwa 11 ha Weingärten. Die Weinpresse hat sie besucht und berichtet hier.

Verkostet, am16.4.2013
Bild: Steve Haider

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