Traminer Spiegel, 2010, Gsellmann Hans

Gsellmann Hans und Andreas

Im Glas kräftiges goldgelb mit hellgoldenen Reflexen. In der Nase Akazien und Zitrone, darunter feine, helle Wiesenkräuter, Waldhonig, florale Noten und Rose, Orange, einiges an Mineralik. Am Gaumen Blütenhonig und Akazien, Rose, ein wenig kandierte Orange, schmeckbares Terroir und gut spürbvare Mineralik,wunderbar integrierte tragende Säure, ausdrucksstark und vollmundig, recht breit aber nie aufdringlich, lang im Mund.

Ganz großes Kino, sagen wir da nur. Der Falstaff bewertet ihn mit 90-92 Punkten aber im Ernst, das ist ein bisschen wenig, oder nicht? Unsere Verkosterrunde bewertet ihn mit vier Spirits, wirklich eine tolle Sache, ein feiner, ein aromatisch-mineralischer Speisenbegleiter. Der gleichzeitig verkostete Chardonnay 2011 vom selben Weingut kann dagegen kaum ankommen. Keine Chance. Tut mir leid.
Kaufempfehlung? Für diesen hier aber ganz sicher.

Das Weingut  Hans und Andreas Gsellmann ist ein recht klassischer Familiebetrieb des Neusiedlersees. Vater und Sohn führen eine fast symbiotische Beziehung, die sich sowohl in der Arbeit als auch in mancherlei Hinsicht im Umgang miteinander niederschlägt: „Symbiotisch sind dabei Rückblick & Vorschau, Realität & Träumerei, innere Ruhe & Tatendrang – vor allem aber Diskussion & Fortschritt.“ Der Betrieb ist seit einiger Zeit in der Umstellung auf biologisch.

Verkostet, am 28.11.2012
Bild: Gsellmann

Spirits:

One comment on “Traminer Spiegel, 2010, Gsellmann Hans

  1. Mmmh, super weine.

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