Traminer Pletzengraben, 2011, Tom Dockner

Tom Dockner, TraisentalIm Glas goldgrün, goldene Reflexe. In der Nase kühle Frucht, kräftig und dicht, viel reife Marille, Kletzenbirne, darunter mineralisch-salzig. Am Gaumen viel reife Marille, etwas behäbig und schwer mit wenig Säure, wirkt fast unbeweglich, fett und geil, eher breit, mittellang bis lang.

Die Verkosterrunde meint, dies sein eher schwere Kost. Heftig, fett, geil, wenig Säure, wenig Spiel. Die Damen und Herren vergeben drei Spirits, der Dichte und der Definition geschuldet. Er ist ein wenig wie ein sehr sehr fettes und geiles Tortenstück, das beim ersten Bissen durchaus Spaß macht aber beim Zweitem oder Dritten dann schon etwas schwer, etwas zu viel wird. Wer will ein zweites Glas? Hm, man überlegt noch. Und kaufen? Ja, eventuell. Um ihn nächstes Jahr noch mal zu probieren.

Tom Dockner zählt zu den Aufsteigern des Traisentales, ja vielleicht sogar der österreichischen Weinszenerie der letzten Jahre. Er sagt von sich selber, das Traisental wäre für ihn Heimat, Lebensmittelpunkt und Auftrag zugleich. Sein Kapital, seine Weingärten und Rebstöcke, gesund und vital zu erhalten und dabei mit Nützlingen, mit interessanten Kräutermischungen der Bodenbegrünung und viel intensive Handarbeit zu agieren ist ihm passend zum Thema der Stunde, seinen Wein erlebbar zu machen. Gut 16, ha werden von ihm bearbeitet, in erster Linie mit weißen Sorten.

Verkostet, am 12.2.2014
Bild: Dockner

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