To, 2013, Velich

Velich, Weine, Österreich, BurgenlandIm Glas grüngold. In der Nase Koriander und Wiesenkräuter, braucht Luft um homogen zu werden, süße weiße Früchte, Limette, würziger Boden. Am Gaumen Orange und ein guter Schuss Exotik, elegant und cremig, kräftige Kräuterwürze, salzig, zurückhaltende aber kernige Säure, Anklänge von frischem Heu, Limette am Schluss, nicht zu breit, sehr lang im Mund.

Der Herr Velich zeigt uns ein weiteres Mal, dass er einfach Bescheid weiß. Das ist wohl nicht sein Vorzeigewein, allerdings sagt das eher etwas über die Qualität der anderen, denn die dürfte noch eine Stufe darüber sein. Dieser hier ist ein feiner, ja, feingliedriger, ein sehr trinkiger, Genosse. Macht Spaß, man kann nur schwer aufhören. Unsere Verkosterrunde hat dafür fette vier Sterne und – natürlich – auch eine fette (eine richtig fette!) Kaufempfehlung. Jetzt kaufen, in einigen Monaten trinken. So darf das Burgenland schmecken! That’s it!

Die investigative Nachverkostung des folgenden Tages ergibt noch einmal ein Mehr, ja ein mehr Mehr, an Aromenvielfalt und Rundheit. Heublumen, helle Früchte, etwas Birne kommt raus. Ja, man könnte schon sagen: Macht Spaß im Glas, wie Mancher es formulieren würden. Kaufen, aufmachen, genießen. Ach ja, und Luft geben.

Das Weingut Velich liegt im Seewinkel, am Ostufer des Neusiedlersees und besteht seit den 1930er Jahren. In den 1990ern wurde viel investiert und erneuert, was aber nicht erneuert wurde ist der Traditionsgedanke der Familie. Und so werden weiterhin die meisten Weine im Holz ausgebaut und weiterhin spielen die Weingärten, die Menschen und die Natur die Hauptrolle und nicht die Technik oder der Verkauf. Produziert werden hier ausschließlich Weißweine, die sehr regelmäßig die Reihe der besten anführen. Übrigens hat ihn ein bekanntes Weinmagazin im Jahre 2012 zum Winzer des Jahres ausgerufen.

Verkostet, am 26.8.2014
Foto: Velich

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