To, 2011, Velich

Heinz Velich, ApetlonIm Glas gelbgrün mit goldenen Reflexen. In der Nase gelbe und weiße Früchte, viel Birne, darunter auch grüner Apfel, fruchtig-stoffig, kräftig. Am Gaumen stoffig und sehr  cremig, weiße Früchte, buttrig,  reife Birne, feine spürbare Säure, nicht zu breit, sehr trinkig und ausgewogen, kleines Bitterl gegen Schluss, mittellang bis lang im Mund.

Einer der Großen des Burgenlandes gibt sich die Ehre. Dieser Protagonist im Glas ist kein Reifewein, trotzdem tut es ihm gut, ein bisschen Zeit zu bekommen, sich zu sammeln. Sehr burgundisch, sehr stoffig und cremig kommt er daher und zeigt wieder einmal wie schön auch jüngere Weine sich zeigen können. Wenn nur der Weinmacher es so will. Von der Verkosterrunde erhält er ganz knapp vier Spirits, er hat sich auch ganz sicher aus dem Durchschnitt erhoben und diese verdient. Eine Kaufempfehlung folgt auf dem Fuße.

Heinz Velich, Falstaffwinzer des Jahres 2012, führt dort in Apetlon am Neusiedlersee ein Familienunternehmen, das seit bald 80 Jahren besteht. Er ist bekannt für seine feinen Burgunderspezialitäten, die dort im Seewinkel auch wunderbare Voraussetzungen finden. Immer bemüht die ganz eigenständige Identität der Weine herauszuarbeiten arbeitet man auf dem Weingut Velich mit viel Holz, viel Zeit und viel Ruhe. Und das schmeckt man letztendlich im Glas.

Verkostet, am 10.2.2014
Bild: Velich

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