TO, 2008, Velich

Velich Weingarten

Sehr kräftiges golden leuchtendes gelbgold, leicht grünliche Reflexe. In der Nase zuerst durchaus Alterstöne die aber mit etwas Belüftung auch schnell verschwinden, dann intensiver Duft nach Blütenhonig und reifen gelben Früchten, etwas Zitronella. Am Gaumen schön fruchtig, gut von elegant integrierter Säure unterlegt und getragen, wieder gelbe Früchte, Orangenzesten, Grapefruit in Anklängen, mittlerer Körper, recht langer Nachhall mit Birne und etwas Süssholz.

Er ist schon ein wenig ein älterer Herr und es hat auch einiger Belüftung bedurft um die sich schon bildenden Altersnoten herauszubekommen. Alles in allem aber ein wirklich sehenswerter und geschmacklich bemerkenswerter Cuvée. Die unterste Klasse der Weine des Weingutes – was uns auch etwas über die Qualität der oberen sagt, denn die Latte liegt damit schon erfrischend hoch. Für diesen Kollegen hier gibt es eine klare Kaufempfehlung – natürlich für die aktuelleren Jahrgänge, da kann wohl nur wenig danebengehen – und die Verkosterrunde hat dafür drei gutaussehende Sterne.

Das Weingut Velich liegt im Seewinkel, am Ostufer des Neusiedlersees und besteht seit den 1930er Jahren. In den 1990ern wurde viel investiert und erneuert. Was nicht erneuert wurde ist der Traditionsgedanke der Familie. Und so werden weiterhin die meisten Weine im Holz ausgebaut und weiterhin spielen die Weingärten, die Menschen und die Natur die Hauptrolle und nicht die Technik oder der Verkauf. Produziert werden hier ausschließlich Weißweine, die sehr regelmäßig die Reihe der besten anführen.

Verkostet, am 1.11.2011
Foto: Velich

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