Thomas Perger. Erwählt von unseren Lesern.

Thomas Perger, Carnuntum

Thomas Perger, Carnuntum

Der Name Thomas Perger ist uns bislang noch kein Begriff. Aber was noch nicht ist, kann noch werden. Seit ihn die Weinpresse-Leser zum Weinpresse-Winzer-des Jahres gewählt haben schwirrt der Name immer wieder durch die Redaktion. Denn auf so mancher Weinverkostung wurden seine Weine in den letzten Jahren erstaunlich hoch bewertet. Dabei waren Bewertungen ab 90 Punkten keine Seltenheit und das Magazin Falstaff bescheinigt ihm außerdem einer der besten Rotweinwinzer Österreichs zu sein. Leider finden aber bislang nicht so viele Weinfans den Weg nach Bad Deutsch-Altenburg wie er es sich wünschen würde. Dort, in dem kleinen, etwas verschlafene Städtchen im Nordosten Wiens mitten im Carnuntum, befinden sich die Heurigen in denen seine Weine zu kaufen sind und auch sein Keller ist dort zu finden.

Apropos Keller, diesen hat der rührige Selbermacher eigens designed und aufwendig nach eigenen Plänen adaptiert. Die Kühlung inklusive. Nein, es gibt keine hochtechnisierte, computergesteuerte Kühlanlage – dafür gibt es einen Brunnen, dessen Wasser durch den Keller geleitet wird und der nach einem ausgeklügelten System die verschiedenen Tanks kühlen und – mit ein klein wenig mehr an Technik – auch beheizen kann. Weltweit einzigartig und umweltgerecht nach allen Regeln der Kunst. Und näher dran statt nur dabei – an den eigenen Gewächsen. Die Tatsache, dass seine Weine schon bedingt durch so viel Handarbeit nicht jedes Jahr gleich schmecken ist eine Qualität, die er manchen großen, eher industriell ausgerichteten Betrieben voraus hat.

Thomas Perger, CarnuntumDer bescheiden gebliebene Thomas Perger hat alle Voraussetzungen für solch technisch-unkonventionelle Lösungen. Im Grunde ist er ein Quereinsteiger mit viel fachlichem Hintergrund. Schon mit 15 hat er im elterlichen Betrieb seine ersten Weine gekeltert. Damals hatte der wissensdurstige Halbwüchsige die meisten der Topwinzer persönlich besucht, um sie fleißig mit Fragen zu bombardieren und möglichst von ihnen zu lernen. Erst viel später, nach vielen – nun offensichtlich hilfreichen – Lernjahren in anderen technischen Berufen, ereilte ihn der Ruf das Familienunternehmen zu übernehmen. Was er schlussendlich nach Abschluß der Weinbauschule in Krems auch getan hat.

Teil 2 folgt hier.

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