Syrah, 2006, Werner Achs

Sehr dichtes dunkles Rot, purpurner Kern. Gute Haftung, breiter Wasserrand. In der Nase Weichsel, süsses Beerenkonfit, etwas Veilchen, sehr einladend. Am Gaumen kräftige Weichsel, Kirschen und dunkle Waldbeere, auch florale Anklänge, wieder Veilchen und süsses dunkles BeerenKonfit, dunkler Espresso, etwas Bitterschokolade, wunderbar definiert, sehr ausdrucksstark, feine Tannine, breit und voll, langanhaltend.

Wunderbar. Da kann man wirklich nicht mehr viel anfügen. Dem Guten hätte man sicher auch noch einige Jahre Flaschenreife gönnen dürfen aber – ich gebe es zu – ich hatte mich so darauf gefreut, ich konnte mich hier eher nicht zurückhalten. Und es war ein Erlebnis. 🙂 Eine Kaufempfehlung würde ich wirklich gerne aussprechen, allerdings habe ich die dumpfe Vermutung, dass er eher schwer zu bekommen sein wird. Schade für alle, die nicht an dieser Verkostung teilnehmen durften. Klare fünf Spirits.

Werner Achs hat sein Weingut 1999 selbst gegründet und hat seit 2006 gute 11 ha Weingärten, in denen er arbeitet.. Die Sortenvielfalt ist nicht sehr groß, sie beschränkt sich auf zwei bis drei Weine. Gelernt hat er im Grunde beim großen Alois Kracher und von dort kommt auch der Geist der Konzentration auf die wesentlichen, grundlegenden Dinge. „Ein charismatischer junger Mann auf steilem Weg in dünner Luft. Der Kopf voll Tatendrang, mit heißblütigem Willen zur Perfektion. Neue Emotionen mit Grenzen außer Sichtweite.“, so beschrieb ihn der Meister der österreichischen Dessertweine in den 1990er Jahren. Aber genau das spiegeln seine Weine jetzt wider.

verkostet am 3.6.2012

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