Superfoods und ihre Superkräfte. (Teil 2)

Superfood, SupersamenDer erste Teil dieses Beitrages ist hier zu lesen. Viel Vergnügen schon mal.

Acai Beere
Die wohl mittlerweile bekannteste der Superbeeren ist die kleine dunkelviolette Acai Beere (ausgesprochen assa-i). Sie ähnelt vom Aussehen her einer Heidelbeere, wächst auf Palmen in den Regenwäldern des Amazonas und kann mit mehreren Vorteilen trumpfen. Schon lange wird sie in Südamerika als gewöhnliches Nahrungsmittel eingesetzt, mittlerweile bekommen wir sie auch hier fast überall und in jeder Form – ob als Frucht, Pulver oder Tabletten. Am Wirksamsten für die Gesundheit wäre der Genuss frischer Acai Beeren, was aber schwierig ist da die Beere durch die hohen Temperaturen schon nach ungefähr 30 Stunden ungenießbar wird. Es empfiehlt sich daher zu tiefgefrorenen Beeren zu greifen. Ihren Ruhm verdanken die unscheinbaren Früchte dem äußerst hohen Anteil an Antioxidantien, die uns vor Krankheiten schützen und den Alterungsprozess verlangsamen. Neben dem Gebrauch der Beeren in der Nahrungsmittelindustrie werden sie deswegen auch hauptsächlich zu Kosmetikprodukten verarbeitet. 40% der Beere bestehen aus Ballaststoffen und sorgen so für ein gut funktionierendes Verdauungssystem und eine Ankurbelung des Stoffwechsels; der hohe Calciumgehalt stärkt Knochen und Zähne und das wasserlösliche Vitamin B ist wichtig für eine funktionierende Schilddrüse sowie die Nervenfunktionen. Des Weiteren fördert sie die Konzentration und kann bei Migräne helfen.
Tipp: Obwohl der Zuckeranteil sehr gering ist, empfiehlt es sich nicht zu viel auf einmal zu essen – 100g frische Acai Beeren können es auf stolze 300 Kalorien bringen.

Goji Beere
Die leuchtend rote Goji Beere, auch genannt Bocksdornfrucht oder Glücksbeere wächst auf der Goji Pflanze, einem Nachtschattengewächs aus Asien. Da Die Goji Beeren im Gegensatz zu der Acai sehr temperaturbeständig sind besteht die Möglichkeit die Frucht auch im eigenen Garten anzupflanzen und über das ganze Jahr hinweg zu genießen. Die Goji Beere gehört zu den Vitamin C reichsten Lebensmitteln, liefert mehr Eisen als Spinat und besitzt unzählige wichtige Elemente, wie Zink, Calcium, Antioxidantien, Aminosäuren, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E oder Vitamin B.  Goji Beeren vereinen so die wichtigsten Nährstoffe für den Menschen in nur einem Nahrungsmittel, weswegen ihre Anwendungsbereiche auch so vielschichtig sind. Studien haben die Wirksamkeit der Goji Beeren zum Beispiel zur Stärkung des Immunsystems, der Augen, Nieren und Leber und gegen Erschöpfung, Stress, Herzkrankheiten und Diabetes bewiesen. Sie ist auch hervorragend für die Entgiftung des gesamten Körpers und die Gehirndurchblutung geeignet, weshalb ihr sogar eine Schutzwirkung gegen die Krankheiten Krebs oder Alzheimer zugeschrieben wird.
Tipp: 1EL getrocknete Goji Beeren mit ca. 300-400ml kochendem Wasser übergießen, 10min ziehen lassen und dann als Tee genießen. Supergut und Supergesund.

Aronia Beere
Aronia stammen aus Nordamerika und wachsen auf dem Rosengewächs Aronia und sind eher noch unbekannt. Im deutschen Raum kennt man sie unter der Apfelbeere, da die Blüten der Pflanze den Apfelblüten ähneln und die dunkelblaue Frucht aufgeschnitten an einen Apfel erinnert. Die dunkle Farbe sorgt für den sauren und nur wenig süßen Geschmack, weist aber auch auf den hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen hin, die uns wie die anderen zwei vorgestellten Beeren vor Krankheiten schützen und die menschlichen Zellen stärken. Während zum Beispiel 100g Heidelbeeren 160 Milligramm Anthocyan (ein wichtiger antioxidativer Pflanzenstoff) besitzen, bringen es 100g Aronia Beeren auf sagenhafte 800 Milligramm – damit besitzen sie die höchste Anthocyan-Konzentration unter den Beeren. Andere positive Wirkungen die der Aronia Beere zugeschrieben werden sind unter anderem die Förderung des Verdauungstrakts, die Senkung eines zu hohen Blutdrucks oder Cholesterinspiegels oder die Entgegenwirkung aller Entzündungs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Während Aronia Beeren im rohen Zustand geschmacklich unreifen Heidelbeeren ähneln und sehr herb schmecken, machen sie sich besonders gut in Marmeladen, Kompotten oder als Dessertergänzung.
Tipp: Erdbeermarmelade enthält durch beigesetztes Aronia eine wunderschöne intensiv-rote Farbe.

 Text und Bild: Sarah Schrödl

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