Superfoods und ihre Superkräfte. (Teil 1)

Superfood, Supersamen„Superfoods are both – a food and a medicine …“, David Wolfe, bekannt als Superfood-Guru, bezeichnet Superfoods als vollwertige Nahrungsmittel, die eine überdurchschnittliche Nährstoff- und Vitalstoffdichte (Vitamine, Minerale, Pflanzenstoffe, … ) aufweisen und deswegen eine enorm positive Auswirkung auf die Gesundheit und das Allgemeinbefinden haben.

Anstatt wie andere Lebensmittel nur zwei oder drei hochkonzentrierte Nährstoffe zu enthalten, besitzen Superfoods bis zu 30 davon, die so zusammengesetzt sind, dass sie unseren Körper optimal versorgen können. Des Weiteren enthalten sie ein so ausgewogenes Nährstoffspektrum, dass man sich eine Zeit lang nur von zum Beispiel Hanfsamen ernähren könnte ohne einen signifikanten Nährstoffmangel im Körper hervorzurufen. Aber reden wir einmal über die  Supersamen.

Chia Samen
Die Chia Samen stammen von der mexikanischen Wüstenpflanze und jeder, der sich gerne mit gesunder Ernährung befasst, wird inzwischen von ihnen gehört haben: Kleine Samen, die schon bei den Mayas damals beliebt waren und teilweise einen höheren Wert als Gold hatten. Die unscheinbaren Wundersamen können zu Recht als Superfood bezeichnet werden: Durchschnittlich enthalten sie doppelt so viel Eiweiß wie andere Samen und dreimal so viel Eisen wie Spinat. Falls man Gluten kritisch gegenüber steht, kann man beruhigt sein, da es sich um ein unbearbeitetes und Gluten freies Vollkornlebensmittel handelt.
Der immens hohe Anteil an Ballaststoffen (15Gramm Chia-Samen enthalten rund 5 Gramm Ballaststoffe) verstärkt die Ausdauer und liefert Kraft, weswegen sie bei Ausdauersportlern so beliebt sind; Omega 3 Fettsäuren verringern Entzündungen und sorgen für schönes Haar und strahlende Haut; Mangan, Phosphor und Calcium sorgen für gesunde Zähne und Knochen und Antioxidantien, Ballaststoffe und die verschiedensten Vitamine fördern die Verdauung, lindern Schmerzen, beugen Herzerkrankungen vor und verbessern die Konzentration.
Tipp: Besonders gut macht sich Chia in Salaten und Müsli oder zermahlen in Smoothies und Desserts.

Hanfsamen
Zuerst einmal aufatmen – es geht nicht um jenen Hanf, der auch als Marihuana bekannt ist, sondern um die kleine Samen der Hanfsamenpflanze Cannabis sativa, die im Gegensatz zu Marihuana keine berauschenden Wirkstoffe enthält.  Bei der Cannabis sativa handelt es sich um eine vielseitige Pflanze, deren Bestandteile man alle verwerten kann: Die Blüte wird in der Medizin verwendet, der Halm dient als Herstellungsquelle für Industriefasern – die größte Aufmerksamkeit verdienen jedoch die Hanfsamen. Umgeben von einer olivgrünen Schutzhülle und weißem Fruchtfleisch, findet man die kleinen, nussig schmeckenden Samen. Diese bestehen zu ca. 30% aus reinem Eiweiß, was sie zur somit reichhaltigsten Quelle pflanzlichen Proteins macht. Darüber hinaus spielt die hohe Menge an Antioxidantien und Vitamin B beim Muskelaufbau, für die Schilddrüse, die Augen und die Haut eine äußerst wichtige Rolle. Mögliche Anzeichen für einen Vitamin B-Mangel wären unter anderem eingerissene Mundwinkel oder schuppende Haut im Gesicht. Was den Hanfsamen noch so besonders macht ist die darin enthaltene Gammalinolensäure – eine Fettsäure, die fast ausschließlich in Muttermilch und Algen vorkommt – die ein Wundermittel für ein starkes Immunsystem und einen gesunden Hormonhaushalt ist, sowie die Entgiftung des Körpers unterstützt.
Tipp: Hanfsamen können je nach Geschmack, mit oder ohne Schale gegessen werden und finden sich auch in Produkten, wie Hanföl, Hanfmehl oder Hanfschokolade wieder.

Text & Bild: Sarah Schrödl

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