St. Laurent, 2011, Gernot Heinrich

Gernot Heinrich, KellerIm Glas dunkles Rubingranat. In der Nase Zwetschken, viel dunkle Beeren, Vanille, dicht mit würzigem Boden, elegant. Am Gaumen elegant und geschmeidig, Beerenkonfit, dicht und harmonisch, süße Kirschen im Anklang, Kaffee, Kakaostaub, Spuren von Orangen, mineralische Würze, samtig, lang im Mund.

Sehr fein. Ausgewogen und elegant rinnt dieser Burgunder durch die Kehler. Wieder einmal ein Tropfen der unglaublich trinkig ist und uns immer und immer wieder nachverkosten lässt. Macht Spaß im Glas, so die einhellige Meinung, da kostet man gerne noch einmal. Die Verkosterrunde hat dafür einstimmig vier Sterne und eine fette Kaufempfehlung. O-Ton Gernot Heinrich: „Die eine Hälfte der Trauben wuchs auf der schottrigen Parndorfer Platte und dem humosen Heideboden im Osten des Neusiedler Sees. Die andere an einem von Glimmerschiefer geprägten Osthang am Leithagebirge. So kommt zusammen, was zusammengehört.

Der  Begriff „kompromisslos“ ist im Weinbau im Grunde bereits sehr ausgelutscht. Trotzdem könnte man ihn bei Gernot Heinrich verwenden, wenn es um seine Weine, um seine Art Weine zu machen geht. Weine, wie sein „Gabarinza“ oder sein „Pannobile“ sind Legende. Dass dieser Weinmacher zur österreichischen Elite gehört ist nicht neu. Dass er hier in der Weinpresse verkostet wird eher schon.

Verkostet, am 27.9.2014
Bild: Heinrich

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