Speisen, genießen, entspannen: Das Schick im Hotel Am Parkring. Teil 1

Das SchickIm Hotel Am Parkring war im zwölften Stock schon immer ein Restaurant mit traumhaftem Blick über Wien. 2010 wurde dieses Restaurant komplett umgebaut und neu gestaltet. Aber nicht nur die Räumlichkeiten erstrahlten im neuen Glanz, es wurde auch ein neues Gastronomiekonzept ins Leben gerufen. Der üblichen Standard-Hotelküche wurde der Rücken gekehrt. Der österreichischen Küche wollte man aber treu bleiben, so kam es zur Fusion spanischer und österreichischer Küche. Gekonnt und raffiniert wurde im Das Schick aufgekocht, oder besser gesagt fusioniert. Die schmackhaften Kreationen sorgten für viele, angenehme Überraschungen bei den Gästen. Auch Lob und Anerkennung der Fachmedien ließen nicht lange auf sich warten. Seit dem ersten Tag wird im Das Schick auf hohem Niveau gekocht, daran hat sich bis heute nichts geändert.

Dem Küchenteam der letzten fünf Jahre gebührt Lob und Anerkennung, es gab niemals Gründe für negative Kritiken. Das sechs Gänge Menü am 25. Juni 2015 war quasi eine Verabschiedung und vor allem traumhaft gut!

Weshalb diese Danksagung? Seit August 2015 wird Das Schick von einem neuen Team, unter der Leitung von Reinhard Danzinger, bekocht.

Als Genussmensch und Kulinarik-Autor kamen mir angesichts dieser Neuerung sofort einige Fragen in den Sinn. Hat sich der Küchenstil wesentlich geändert, worauf legt Danzinger bei der Interpretation seiner Gerichte wert, wird weiterhin klassisch-kreativ mit spanischen Elementen fusioniert oder geht es eher in die experimentelle Kreativität? Um mir alle diese Fragen beantworten zu lassen, ließen sich meine charmante Begleitung und ich Ende August mit einem fünf Gänge Überraschungsmenü bewirten. Die sechste Überraschung war dann die Tatsache, dass der Küchenchef gar nicht da war und wir von seiner SousChefin, Birgit Ettenauer, bekocht wurden.

Neugierig und wohlwollend nahmen wir Platz. Was würde die junge Dame mit ihrem Team wohl auf unsere Teller zaubern? Wir waren gespannt, zumal Ettenauer bereits in einigen Lokalen der gehobenen Kategorie als Patissier erfolgreich tätig war?

Ein Gruß der Küche, in Form eines Hummer-Krabbensalats mit Rioja Espuma, sorgte für einen gelungenen Einstieg. Ein Augenschmaus der Extraklasse und geschmacklich ebenfalls erstklassig.

Die anschließend servierten Tapas Variationen überzeugten mit bester Qualität aller Zutaten und sorgten auch für einen Anstieg unserer kulinarischen Neugierde.

Die danach folgende kalte Tomatensuppe mit pochiertem Wachtelei war schlicht und einfach ausgedrückt, hervorragend. Lukullische Harmonie in jeder Hinsicht! Das vorangegangene Süppchen würde es dem anschließend servierten Zwischengericht nicht gerade einfach machen, unsere Erwartungen zu erfüllen oder gar zu toppen. Äußerst appetitlich angerichtet und wohlduftend, präsentierten sich die gebratenen Pilze mit Steinpilzschaum und Pata Negra-Petersil Salsa. Dieses raffiniert-kreativ zubereitete Pilzgericht, sorgte ebenfalls für große Gaumenfreuden und stand dem Süppchen um nichts nach.

Bisher wurden wir mit sehr guten Küchenleistungen konfrontiert, wodurch unser Entschluss, zwei verschiedene Hauptgerichte zu probieren, keiner langen Überlegungen bedurfte.

Falls Ihnen, lieber Leser, schon die Tränen der Verzückung in den Augen stehen und das Wasser im Mund zusammenläuft, dann hoffe ich, dass Ihnen die Zeit bis zum 2. Teil meines Berichts nicht zu lang wird!

Hier geht’s zum 2. Teil

Text und Bild: Andy Bigler

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