Sieveringer Ringelspiel, 2012, Jutta Ambrositsch

Jutta Ambrositsch, WienIm Glas mittleres Goldgelb mit leicht grünen Tendenzen. In der Nase dicht, Mango, Orange, kandierte Orangenschalen, darunter kräftige Gewürze, Honigmelone. Am Gaumen fett und dicht, sehr verwoben, gelbe Früchte darunter auch etwas Süßholz, cremig und glatt, sehr trinkig, breit, lang im Mund.

Sehr spannend, Frau Ambrositsch. Zwei uralte Wiener Gemischter Satz-Weingärten offenbaren hier ihre besten Attribute. Sehr, sehr besonders. So der Originalton der Winzerin. Und die Verkosterrunde befindet auch, hier etwas hochinteressantes im Glas zu haben. Dicht und fett, cremig und trinkig. Aber dabei auch sehr eigenwillig und versponnen. Wenn man bedenkt, dass die Weingärten bis in die 1940er jahre zurückgehen, ist das auch nicht gerade verwunderlich. Aber löblich und sehr cool, dass es solch alte Reben noch gibt und sie mit solcher Akrebie und Leidenschaft gepflegt werden. Die Runde vergibt  vier Spirits für so viel Intensität und Eigenwilligkeit. Und eine Kaufempfehlung, eine die sich gewaschen hat, so würden manche wohl formulieren.

Jutta Ambrositsch ist eine sehr spannende Winzerin im Herzen Wiens. nach wie vor ist sie nicht allzu bekannt und hat den Status eines Geheimtipps. Ihre Weine sind immer spannend, außergewöhnlich und eigenständig. Sie arbeitet auf etwa 2,5 ha Weingärten in Sievering, Grinzing und am Nussberg. Weingärten, die manchesmal in die 1940er und 50er Jahre zurückgehen. Was den Weinen sehr zugute kommt, keine Frage. Wir haben sie getroffen.

Verkostet, am 22.6.2013
Bild:  Udo Bernhart

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