Sekt Riesling, 2009, Steininger

Im Glas ein mittleres Grüngelb. In der Nase zurückhaltend, etwas zarter Apfel , Zitrone. Am Gaumen  recht feine Perlage, kräftige tragende Säure, grüne Äpfel und reife Zitrone, eher schlank, etwas herb gegen Schluss. Mittellang.

Steininger

Karl und Brigitta Steininger

Er hat die Meinungen geteilt, der Herr Steininger. Die Verkostungsrunde war sich uneinig, die einen meinten, er wäre ausgesprochen fein, ziseliert und elegant – an solche Sekte könnte man sich durchaus gewöhnen. Die Anderen kritisierten die recht kräftige Säure und verlangten nach etwas mehr Frucht – ich persönlich gehöre eher der zweiten Tranche an und bin der Meinung, er könnte etwas mehr Fülle haben, ein wenig mehr Frucht und ein Touch weniger Säure würde ihm gut anstehen. Gerade weil doch der Herr Steininger auch gute Rieslinge macht. Aber vielleicht sollte man ihn noch reifen lassen? Es kommt wohl auf einen Versuch an. Aber kein Problem, eine Flasche gibt es noch in meinem Keller. Alles in allem aber schon eine Kaufempfehlung, denn Steiningers Winzersekte sind immer einen Versuch wert – auch wenn der Preis eher gehoben ist: Zwischen € 17,- und € 20,- ist nicht ohne pro Flasche. Und so ganz einfach zu bekommen ist er auch nicht, diese Sorte habe ich aber ausnahmsweise bei der Interspar-Vinothek gefunden. Immerhin. In jedem Fall, die drei Spirits-Marke hat er knapp erklommen.

Wo in Österreich von Winzersekt die Rede ist, da ist der Name Steininger aus Langenlois im Kamptal nicht weit. Ein Familienbetrieb mit viel Tradition, der seit Ende der 1980er Jahre einen grossen Fuss in der Sekterzeugung hat. Kein uniforme, gleichtönige Einheitsware, sondern handgemachte, sortentypische Jahrgangssekte mit der Grundlage grossen Winzerwissens.

verkostet, am 1.8.2012

Bild: Steininger

 

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