Schwarz Rot, 2010, Johann Schwarz

Johann Schwarz, NeusiedlerseeIm Glas dichtes rubingranat, opaker Kern. In der Nase reife Weichsel, Buttermilch, dicht und kraftvoll, viel dunkle Beeren, darüber Anklänge von Zitrusfrüchten , Bitterschokolade, sehr homogen. Am Gaumen dunkle Waldbeeren, Kakao, etwas dunkle Gewürze gegen Schluss, nicht sehr viel aber noch leicht rauhe Taninne, saftig und dicht, sehr lang im Mund.

Der Herr Schwarz ist ja in mancherlei Hinsicht ein Klassiker, und zwar sowohl er selbst als auch seine Weine. Hier haben wir aber auch wieder etwas wirklich feines von ihm auf den Verkostertisch bekommen. Sehr schön homogen, sehr fein nuanciert, fließend und saftig. Die Verkosterrunde hat dafür auch – zum Trost für alle Freunde des klassischen Ausbaues auch bei Roten – die fünf Sterne ausgepackt, man ist sich einige, man nickt sich zu, man votet gemeinsam und im gemeinsamen Sinn. Und ja, kaufen sollte man diesen Kollegen auf jeden Fall, auch wenn er nicht für jede Geldbörse passt, hat er doch die € 20,- -Grenze längst überschritten. Trotzdem, es hilft nicht, er macht einfach Spaß im Mund.

Das Weingut des Johann „The Butcher“ Schwarz in Andau ist inzwischen ein Garant für vorzügliche österreichische Ware. Der Fleischermeister vinifiziert Trauben von 12 Hektar Rebfläche in Zusammenarbeit mit dem Süßwein-Großmeister Kracher und dem aus Österreich stammenden Manfred Krankl, der in Kalifornien die Garagen-Kellerei „Sine qua non“  betreibt. Von diesen beiden K’s zeugt auch der Slogan „With friendly help of Mr. K“.

Verkostet, am 2.11.2013

Spirits:

2 comments on “Schwarz Rot, 2010, Johann Schwarz

  1. Franz on said:

    Klassisch, im Sinne von Ausbau im großen Holz oder Stahltank, ist der Wein ja wahrlich nicht …

  2. Stimmt sehr auffallend. So klassisch wirkt er gar nicht.

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