Schlank im Schlaf – Insulintrennkost

Schlank im Schlaf mit Glyx oder SiSSich abends schlafen legen, den überflüssigen Kilos eine gute Nacht wünschen und am Morgen mit ein paar weniger davon wieder aufwachen? Diese Diät klingt doch verlockend, nicht? Ganz so einfach geht es dann leider doch nicht. Wer mit dem Prinzip der SiS-Diät abnehmen möchte, muss sich etwas mit seinem Körper auseinandersetzen und verstehen, was nach der Nahrungsaufnahme in diesem passiert und wieso wir eigentlich zu- oder abnehmen. Mit diesem Wissen kann man den lästigen Kilos leichter den Kampf ansagen.

Das Zentrum dieser Diät bildet das Hormon Insulin. Dieses ist ein Speicherhormon, das vereinfacht gesagt für unseren Körper die Entscheidung trifft ob wir zu- oder abnehmen. Denn nach jeder Mahlzeit steigt unser Blutzuckerspiegel. Um diesen wieder zu senken und somit die aufgenommene Energie gut nutzen zu können, schüttet unsere Bauchspeicheldrüse Insulin aus. Dieses Hormon sorgt zwar dafür, dass unser Blutzuckerspiegel wieder sinkt, aber leider auch dafür, dass unsere Fettverbrennung blockiert und Fett sogar gespeichert wird. Das passiert, wenn der Nährstoffbedarf unserer Zellen, für dessen Versorgung das Insulin verantwortlich ist, gedeckt ist und das Insulin immer noch Nährstoffe trägt. Diese lagert es dann in unserem Fettgewebe ab und sorgt so dafür, dass wir zunehmen.

Mit Glyx gehts leichter
Wie schnell und stark der Blutzucker ansteigt, hängt von der Nahrung ab, die wir zu uns nehmen. Dafür haben Wissenschaftler eigens den sogenannten Glykämischen Index (GI) und den Insulin-Score entwickelt. Während uns der GI ermöglicht die Wirkung eines Lebensmittels auf unseren Blutzuckerspiegel zu bestimmen, verrät uns der Insulin-Score zusätzlich, wie viel Insulin bei welchem Lebensmittel produziert wird. Deshalb wissen wir zum Beispiel heute auch, dass stark kohlenhydrathaltige Mahlzeiten und Weißmehlprodukte einen hohen glykämischen Index, und andere Nahrungsmittel wie Gemüse einen niedrigeren haben. Laut dem Ernährungsexperten und Erfinder der SiS-Diät Dr. Detlef Pape produziert unser Körper auch bei einer Mischkost von Kohlenhydraten und tierischem Eiweiß einen zu hohen Wert an Insulin, weswegen er zu einer Ernährungspyramide rät, bei der auf die Verteilung von Kohlenhydraten und Proteinen geachtet wird. Durch dieses System wird garantiert, dass unser Körper zur richtigen Tageszeit die richtige Menge an Nährstoffen erhält und somit dem Abnehmerfolg nichts mehr im Weg steht.

Was ist erlaubt?
Erlaubt sind 3 Mahlzeiten pro Tag. Zwischen jeder davon sollten mindestens 4, am besten aber 5 Stunden liegen. Diese 5 Stunden reichen aus um eine Senkung des Insulinspiegels zu ermöglichen und geben dem Körper ebenso notwendige Zeit für Verdauung und Stoffwechsel. Zwischenmahlzeiten sollten demnach vermieden werden. Ein aufkommendes Hungergefühl kann man zum Beispiel durch viel ungezuckerte Flüssigkeit minimieren.

Beim Frühstück soll darauf geachtet werden nur Kohlenhydrate zu sich zu nehmen und Proteine ganz wegzulassen. Die in den Kohlenhydraten enthaltene Stärke liefert uns genug Energie, die uns frisch durch den ganzen Tag kommen lässt. Mittags ist es erlaubt Kohlenhydrate und Eiweiß zu mischen, wobei Eiweiß einen größeren Teil auf dem Speiseteller ausmachen soll. Zum Abendessen wird dann schlussendlich gänzlich auf Kohlenhydrate verzichtet. Dabei sollte darauf geachtet werden, nicht zu spät zu essen. Eine Uhrzeit zwischen 17 und 19 Uhr wäre ideal. Ein Tagesplan der SiS-Diät wäre zum Beispiel: Brot mit Marmelade oder Honig zum Frühstück, Rindsfilet mit viel Gemüse und ein paar Erdäpfeln zu Mittag und abends ein Thunfischsalat.

Durch diese pyramidenförmige Ernährung, bei der wir insbesondere auf die Mengenverteilung von Kohlenhydraten und Eiweiß achten, sorgen wir dafür, dass unser Stoffwechsel nachts die optimale Bedingung erhält, die Fettverbrennung und zusätzlich eine Straffung des Bindegewebes zu fördern. Unser Körper schüttet nämlich nachts das Hormon HGH aus, das dafür sorgt, dass unsere Zellen gereinigt, repariert und erneuert werden. Da dieses Hormon für diese Tätigkeit Energie braucht, die es normalerweise aus kohlenhydrathaltiger Kost erhält, wir aber abends keine Kohlenhydrate mehr zu uns nehmen, sorgen wir dafür, dass HGH unsere Fettdepots angreift. So schmelzen unsere Speckröllchen wahrhaftig bei Nacht von fast ganz allein dahin.

Text und Bild: Sarah Schrödl

 

 

 

 

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