Trockenbeerenauslese Scheurebe, 2001, Tschida

Angerhof Tschida, Süßwein mit WeltrufSattes dunkles Gold, helle Reflexe. In der Nase viel Blütenhonig und Butter, leicht grasige Noten, helle süße Früchte. Am Gaumen feiner Blütenhonig, ein bisschen schwarzer Tee, Birne, helle süße Früchte, sehr sämig und dick, malzig, breite Töne aber der Fruchtcocktail fein ziseliert, gegen Schluss etwas Karamel und Zucker, die Säure kontert noch recht gut aber der Höhepunkt ist wohl erreicht, lang im Mund.

Dieser Süßwein beweist wieder einmal warum der gute Herr Tschida zu den Großen seiner Zunft gehört, zu den 3, 4, 5 ganz großen Namen der österreichischen Süßweinproduzenten. 2003 hat Hans Tschida dafür eine ganze Anzahl schmückender Auszeichnungen erhalten und das nicht unverdient. Die Reserven dieses Tropfens, die noch in den verschiedenen Kellern schlummern, können aber dann langsam getrunken werden; seinen Höhepunkt hat er wohl nun erreicht. Aber noch ist er schön, ein wunderbarer Solist und zu Käse oder auch zu süßem Dessert ein Traum. Kaufempfehlung, ja ganz klar. Aber in diesem Fall heißt es eher Trinkempfehlung, weil zu kaufen ist er wohl eher kaum mehr. Die Verkosterrunde ist mit dem fünften Stern geizig, man vergibt vier Spirits und einen virtuellen Halben.

Hans Tschida, mit dem Weinlaubenhof Kracher die beiden Süßweinpäpste Österreichs, hat wohl alles gewonnen was man als Weinmacher so gewinnen kann. Und zwar nicht nur national sondern weitgehend auch international. Seit 1996 wird das Weingut Jahr für Jahr für seine herausragenden Qualitäten ausgezeichnet und die Familie Tschida nimmt das als Bestätigung für den Weg der kompromisslosen  Qualitätssuche. Auf etwa 25 ha werden eine ganze Menge Sorten produziert, nämlich nicht nur süß sondern durchaus auch trocken.

Verkostet am 25.6. 2012
Bild: Tschida

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