Scheurebe Klassik, 2011, Hannes Sabathi

Hannes SabathiIm Glas klares Gelbgrün, helle Reflexe. In der Nase zuerst etwas traubig, dann Zitronenschale, Limette, Stachelbeere, Paprika darüber. Am Gaumen wieder Stachelbeere, etwas Minze, Limette und Zitrone, gegen Schluss Grapefruit, trocknet etwas weg am Gaumen, die ziemlich kräftige Säure trägt ihn in die Breite, die Frucht kommt aber nicht bis zum Schluss, mittellang, im Nachhall wieder Stachelbeere.

Er kommt in der Verkostungsrunde nicht so wirklich toll rüber der Herr Sabathi. Sehr viel Säure, die Frucht geht dabei eher unter. Er würde wohl zu einer steirischen Speckjause gut passen, hier im Alleingang ist er nicht überzeugend. Und es stärkt wiederum so manche Argumentation, die Scheurebe sei im Grunde nur für Süßweine wirklich gut geeignet. Man vergibt einen einsamen Stern dafür. Und nein, verkosten oder kaufen muss man ihn nicht so unbedingt. Da hat das Weingut wirklich besseres zu bieten.

Hannes Sabathi, einer der sich selbst einen jungen Wilden nennt, hat sich in den letzten etwa zehn Jahren einen festen Platz am steirischen Winzerhimmel erobert. Der sympathische Weinmacher hat sich zum Ziel gesetzt, die Steiermark in seine Flaschen zu füllen. Zitat: Das wichtigste für mich ist, authentische, erdverbundene Weine zu machen, die durchaus Ecken und Kanten haben dürfen, dafür aber umso mehr Persönlichkeit ausstrahlen. Und damit liegt er wohl auch mit dem vorliegenden Protagonisten ganz richtig, wie schon erwähnt, denn zum kräftigen steirischen Essen kann man ihn sich gut vorstellen. Der Winzer steht für authentische Weine, Weine die die Region, das Terroir spüren lassen, breit, fruchtig, schmeckbar. Hannes Sabathi bewirtschaftet die 20 ha des Hofes am Kranachberg seit 2005 und ist jährlich ein sicherer Kandidat für die Auszeichnungen der großen Verkostungen.

verkostet, am 21.9.2012
Bild: Sabathi

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