Sapidus, 2011, Jacqueline Klein

Jacqueline Klein, NeusiedlerseeIm Glas Augerginefarben, opaker Kern, gute Haftung, sichtbarer kleiner leicht getrübter Wasserrand. In der Nase Kirschen, rote Beeren, etwas Oregano, mit Luft auch dunkler Milchkaffee und Rosmarin, Hollerkoch. Am Gaumen dunkler Milchkaffee, etwas dunkle Kräuterwürze, fester Kern, rote Beeren, auch kühle Noten, Hollerkoch, mild und cremig, leichte Schärfe  gegen Schluss, lang im Mund, etwas Süßholz und Milchkaffee mit roten Beeren im Nachhall.

Sehr fein, dieser Cuvee aus Zweigelt und Merlot. Fast schillernd gleitet er über die Zunge. würzig und doch mild, fruchtig und schön untermalt von leichten, genau dosierten Röstaromen einer Prise Holz. Es macht Spaß in langsam, Tropfen für Tropfen, durch die Kehle rinnen zu lassen, den feinen Kräuteraromen nachzuspüren und ihn dann genussvoll lange ausklingen zu lassen. Und so ganz nebenbei ist eine Verbrüderung eines reifen Zweigelt und Merlot schon von Haus aus  spannend und schon das alleine wäre ein Grund ihn zu probieren. Vier Spirits, meine Herren, so meint die Verkosterrunde. Die Diskussion dreht sich zwischen drei und vier Sterne aber letztendlich siegt die Wertschätzung diesem feinen Tropfen gegenüber. Kaufen Sie ihn und verkosten Sie ihn. Und freuen Sie sich jetzt schon darauf darauf.

Jacqueline Klein ist eine junge Winzerin in Andau, ganz im Osten des Neusiedlersees. Das Weingut besteht erst seit einigen Jahren, jedoch hat die ambitionierte Weinmacherin die Herzen des Publikums bereits im Sturm erobert. Sie bearbeitet dort etwa 11 ha mit viel Passion. Die Weinpresse hat sie besucht und berichtet hier.

Verkostet, 14.4.2013
Bild: Steve Haider

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