Sankt Laurent Römerstein, 2009, Franz Lentsch

Franz Lentsch

Franz Lentsch

Optisch sehr dich, dunkelrot, fast schwarz mit noch dünklerem Kern, sichtbarer Wasserrand. In der Nase Hollerkoch, schwarzer Tee, süsses Beerenkonfit, sehr einladend, etwas Kaffee. Am Gaumen wieder viel Hollerkoch, rote Beeren, Kaffee, schmeckt wie er riecht, Orangenzesten, fein schmelzige Tanine, dunkler Buttertoast gegen schluss. Mittellang.

Da soll noch einer sagen, gute Weine müssen teuer sein. Seit vielen Jahren schon beweißt dieser Winzer, dass  Weine die regelmässig Gewinner der verschiedensten Kategorien und Wettbewerbe sind, nicht teuer sein müssen. Dieser hier kostet zwischen € 6,- und € 7,- und ist locker das doppelte wert. Ich persönlich finde es sehr schön, zu sehen: Ja, es gibt Winzer, die nicht in die Preisfalle tappen. Die Verkosterrunde vergibt vier Spirits für so viel Gaumenwiderhall und eine fette Kaufempfehlung.

Franz Lentsch, nebst Frau, nimmt Weinbau ernst. So ist der Eindruck. und er nimmt diesen nicht nur ernst weil es sein Broterwerb ist, nein, für ihn ist es mehr eine Aufgabe. Ich will nicht von Berufung sprechen, er selbst beschreibt es in einem Satz wie folgt: „Die Qualität der gewachsenen Trauben – mit den jahrgangsbedingten Eigenheiten – unverfälscht in die Flasche zu bringen, ist jedes Jahr auf’s Neue für uns die Herausforderung!“ Und diese Herausforderung nimmt er an und – meistert sie!

Verkostet am 8.6.2012
Foto: Franz Lentsch

 

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