Sankt Laurent, 2009, Hermenegild Mang

Wachau, Weissenkirchen, MangIm Glas dunkles karmesinrot, deutlicher Wasserrand. In der Nase Vanille, Tabak, Powidl, dunkle Waldbeeren und Schlehen, mit Luft dunkler Espresso, Brombeeren und Weichsel, Anflüge grüner Noten, etwas Kandis. Am Gaumen viel süße Vanille, Kaffee, mit Luft auch Weichsel und Brombeere, cremig und geschmeidig aber noch nicht ganz harmonisch, leicht raue Tannine, lang im Mund.

Auf den ersten Blick wirkt er ein wenig gefällig, auf den Zweiten braucht er einfach Luft. Er ist noch nicht ganz fertig, noch nicht ganz harmonisch, braucht noch Lagerzeit, muss sich noch finden. Ja, so ist das mit den Weinen: Gebt dem Wein seine Zeit, das ist ja auch das Credo der Mangs. Momentan kommt er noch einigermaßen holzlastig rüber, aber er braucht einfach noch. Interessant ist er allemal. Einen Roten aus der Wachau, und noch dazu so einen, hat man nicht jeden Tag. Also, kaufen und noch einige Monate liegen lassen. Die Verkosterrunde hat dafür, für den aktuellen Eindruck, drei Spirits. Und wir werden die andere Flasche, die hier wartet, in einigen Monaten noch mal ansehen.

Gut elf Hektar bearbeitet das Weingut der Mangs hier in Weissenkirchen. Geführt von den beiden Brüdern Alexander und Hermenegild, lebt es von einer langen Tradition. Das sagen viele, aber nicht jeder kann von sich behaupten, so lange bereits mit dem Weinbau in Kontakt zu sein. Die Wurzeln liegen nämlich im 14. Jahrhundert und wir denken das ist schon was. Der Heurige, ist spannend wegen des Essens und natürlich wegen der Weine. Und nicht zuletzt auch wegen des Ambientes, dafür und für die Stimmung ist er bekannt. Wir haben die Beiden Winzer besucht und berichten hier.

Verkostet am 08.5.15
Bild: Klösch

Spirits:

One comment on “Sankt Laurent, 2009, Hermenegild Mang

  1. St. Laurent schmeckt fantastisch.

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