Rubin Carnuntum, 2009, Grassl

Im Glas zeigt er sich in dunklem Purpur mit fast schwarzem Kern. In der Nase extraktreich, dunkle Kirschen mit viel Kräuterwürze, etwas Beerenkonfit. Am Gaumen viel Weichsel, etwas dunkle Kirsche, sehr erdige Töne, darunter kräftige Kräuterwürze, recht elegant aber auch eine Spur alkoholisch, etwas adstringierend, feine Tannine, eher lang im Mund.

Die Runde ist ein wenig unschlüssig, er teilt sein Publikum in zwei Lager gegenteiliger Meinung. Die klare Frucht und der schöne Trinkfluss finden sicher ihre Fans, andererseits hält er am Gaumen, was er in der Nase verspricht. Daher für die Verkosterrunde nur zwei Spirits aber ein Preis-Leistungs-Riese ist er allemal, die Kosten liegen knapp bei € 1o,- und damit für diese Kategorie im Rahmen. Kaufempfehlung ja, auch die Nachfolgejahrgänge sind sicher fein. Die Cuveepartner Zweigelt, Merlot und Blaufränkisch haben hier eine schöne Gesamtentsprechung gefunden

„Für mich als Winzer ist es schwer zu sagen, was schöner ist: Wein zu machen oder zu trinken.“, meint  Philip Grassl der mit seinem Vater Hans den Familienbetrieb führt. Die beiden finden sich immer wieder in den Zeilen der verschiedenen Verkostungsjournale wider. Und das auch insoferne zurecht, als sie in ihren Weinen den Stil des Carnuntum meist recht gut abstecken. Auf 22 ha baut das Weingut  hauptsächlich die traditionellen Sorten an, die puristische Art des Weinmachens zeigt gut die Regionsbezogenheit, der hochwertige Umgang mit dem  Begriff Qualität ist ein weiteres Merkmal, das auf die hochweritigen Produkte hindeutet.

Verkostet, am 8.11.2012
Bild: Grassl

Spirits:

One comment on “Rubin Carnuntum, 2009, Grassl

DieWeinpresse located at Wien , 1020 Wien, Austria . Reviewed by 4793 Reader rated: 4.8 / 5