Roero, 2008, Cantine del Castello Di Santa Vittoria

Im Glas dunkles Purpur, schwarzer Kern. In der Nase Weichsel und Kirschen, dann dunkler starker Espresso aber auch darüber Alkohol. Am Gaumen Weichsel und Heidelbeer, darunter dunkle Kräuterwürze und Espressotöne, sehr breit, eher überladen, verliert aber den scharfen Alkoholgeschmack nicht der darüber liegt. mittellang, Im Nachhall wieder die Röstaromen.

Zur Abwechslung wieder einmal kein Österreicher – auch wenn der Fokus dieses Magazins doch eindeutig dort liegt, unbestritten – sondern ein Italiener. Einer aus dem Piemont. Er besteht aus 100% Nebbiolo und die Reben sind gute 35 Jahre alt. Soweit wäre das kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Auch die Tatsache, daß er gute 15 Monate im grossen Holzfass warten darf, kann der Qualität durchaus auch entgegenkommen. Was mich daran etwas stört ist der Alkoholdunst der darüber liegt und der etwas einfache Stil. Gut für € 14,- darf man vielleicht auch nicht mehr erwarten. Kaufempfehlung ist das keine und über einen Spirit kommt er auch nicht hinaus. Und den schafft er nur knapp.

Die Cantine del Castello Di Santa Vittoria liegt im Piemont, genauer in Santa Vittoria D’Alba, im Herzen eines der bekanntesten Weingebiete Italiens. Im Jahre 2002 zum Winemaker of the Year gekürt – und zwar vom Gambero Rosso genauso wie von der AIS, der wichtigsten italienischen Sommeliervereinigung – ist der Qualitätsstandard des Weingutes sehr hoch. Hier hört man auf die Kompetenz der Trauben, manchmal mehr als auf so manchen anderen. Das Weingut hat nur knapp 15 ha Weinberge, auch das trägt zur familiären Tradition bei, die hier neben der Professionalität intensiv gepflegt wird.

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Verkostet, am 2.9.2012

Bild: Castello Di Santa Vittoria

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