Riesling Venesse, 2013, Reinhard Waldschütz

Waldschütz, Kamptal, ÖsterreichAusgeprägte Steinobstnase mit Weingartenpfirsichen und einem Hauch von roten Stachelbeeren. Am Gaumen mineralisch, anfangs noch etwas wuchtig und breit, geht aber durch die sehr gute Struktur und das fein balancierte Säuregerüst sofort in Harmonie über. Langer, vielschichtiger Abgang mit guter Nachhaltigkeit. Beginnende Trinkreife, gutes Entwicklungs- und Lagerpotential.

Beim Bewerten von Riesling bin ich sehr vorsichtig, da diese Sorte zu meinen persönlichen Lieblingen zählt. Würde ich mein ganz privates Riesling-Geschmacksmuster zu sehr in eine Bewertung einfließen lassen, dann würde ich wohl jeden harmonisch strukturierten und gut gereiften Riesling immer eine Bevorzugung geben. Ein wirklich guter „Weisser Riesling“ ist sozusagen ein „Entwicklungswein“ und das bedarf eben einer gewissen Zeitspanne und einigem Warten. Der Venesse hat alles was ein junger Riesling haben sollte und zu meiner Freude nichts von dem, was ich persönlich im Riesling nicht mag (Zitrustöne und ähnliches). Für sein Entwicklungspotential hätte sich dieser hier drei Sterne verdient, für seine Sortentypizität schon noch einen halben mehr. Alle zu berücksichtigenden Kriterien ergeben meine ganz persönlichen drei Spirits.

Reinhard Waldschütz ist Biowinzer mit ganzem Körper und Seele. Er ist Naturmensch und seiner Grundprinzipien drehen sich darum, mit der Natur sorgsam umzugehen. Seine Weine sind der -lebende – Beweis, dass dieser Grundsatz auch gelebt wird. Wir haben ihn besucht, sein Portrait findet sich hier. Mehr Info auf http://www.weingut-waldschuetz.at.

Text und Verkostung: Andy Bigler
Verkostet, am 24.5.2014
Bild: Andy Bigler

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