Riesling Terrassen Sonnleiten, 2012, Pfaffl

pfaffl, WeinviertelIm Glas goldgelb mit leicht grünem Schimmer, gelbe Reflexe. In der Nase zuerst leicht grün-vegetabile Noten mit Kräuter, Kümmel, Paprika, mit Luft Apfel, viel reifer Pfirsich und auch Birne, darunter Waldkräuter. Am Gaumen helle und gelbe Früchte, Pfirsich, saftig, Kräuternoten, kräftige mineralische Basis, mittelbreit, sehr trinkig, kräftige stützende und gut eingebundene Säure, dunkle Mineralik am Schluss, sehr lang im Mund.

Eindeutig, das ist ein Weinstil, ein Riesling der ankommt. Die Verkosterrunde goutiert soviel Abwechslung und Aromenspiel mit vier Spirits – und einem virtuellen Halben. Ein schönes Beispiel für einen Riesling, der einerseits die Sorte in den Mittelpunkt aber auch andererseits das Terroir und den Stil des Weinmachers gleichrangig daneben stellt. So etwas hätten wir gerne öfter. Herein damit. Und, ach ja, kaufen Sie ihn jetzt, lassen Sie ihn noch einige Zeit ruhen, nicht zu lange, vielleicht nur einige Monate. Und genießen Sie ihn dann. Viel Spaß. Und ein Nachsatz noch, wir hatten doch gerade über den Riesling als Sorte gesprochen, lesen Sie nach und vergleichen Sie mit anderen. Ein feines Beispiel.

Das Weingut Pfaffl liegt im südlichen Weinviertel. Hier, nördlich von Wien, fast in Sichtweite, und den Bisamberg zum Greifen nah, hier entstehen unter anderem Rieslinge in der oben beschriebenen Qualität. Vater und Sohn Pfaffl arbeiten beide im Familienbetrieb, wo über 80 ha an Weingarten zu pflegen sind. So oft eine derartige Größe auch ein Indiz für Industrialisierung ist, dieser Eindruck wird hier nicht bestätigt. Und die Weine sprechen für sich.

Verkostet, am 26.10.2013
Bild: Pfaffl

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