Riesling Rosengartel, 2012, Jutta Ambrositsch

Jutta Ambrositsch, WienIn der Nase rauchig, kühle Frucht, etwas verschlossen. Am Gaumen grüne und gelbe Frucht aber nicht allzu definiert, Marzipan, Mineralik, mollig, schwarzer Pfeffer, nicht ganz homogen, macht auch nicht auf. Zu Anfang eher breit, fällt dann aber recht massiv ab. Mittellang.

Möglicherweise ist es einfach der aktuelle Zustand, möglicherweise ist er einfach noch nicht reif und würde in einem Jahr ganz anders aussehen. Kann sein, kann aber auch nicht. Wir wollen uns auf den aktuellen Zustand beschränken und dem Ausblick nur wenig Raum geben. Aktuell, meint die Verkosterrunde, begeistert er eher wenig. Fruchtig und würzig aber auch sehr verschlossen und fast ein wenig platt, so wirkt er. Trotzdem sollte man ihm in einem Jahr wieder eine Chance geben, eingedenk der spannenden Weine, die wir aus diesem Hause schon am Verkostertisch hatten. Also, momentan eher schwach, vielleicht in einiger Zeit wieder schillernder. Die Runde hat dafür knappe zwei Spirits, die Kaufempfehlung kommt eher zögerlich, auch hier polarisiert Frau Ambrositsch.

Jutta Am­bro­sitsch, eines der Nachwuchsmomente der Bundeshauptstadt, konnte zum richtigen Zeitpunkt einige wenige sehr gute Lagen pachten. Dort erzeugt sie interessante Weine, schillernd und polarisierend wie sie selbst. Sie arbeitet auf knapp 2,5 ha Weingärten ausschließlich in Wien. Die Weine sind hochqualitativ, interessant, spannend und selten zu bekommen.

Ver­kos­tet, am 1.12.2013
Bild: Udo Bernhart

 

 

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