Riesling Heiligenstein, 2011, Schloss Gobelsburg

Gobelburg, KamptalIm Glas helles goldgrün, gelbe Reflexe. In der Nase etwas verschlossen, zu Anfang vegetale Noten, dann helle grüne Früchte, wirkt gesamt noch etwas unreif, grüner Klarapfel, kandierte Kräuter. Am Gaumen sehr zart und trotzdem auch dicht, harmonisch und fließend, sehr trinkig, Klarapfel und Zitrone aber ansonsten nicht sehr fruchtig, auf jeden Fall Potential, sehr saftig, elegant, mittelbreit. Mittellang.

Die passenden Kadenzen dazu gehen in die Richtung fröhlich, gerne ein zweites Glas, es ist heiss und sonnig und das leben ist schön und ähnlich schöne Gedanken. Der Kollege wirkt zwar noch ein wenig unreif und unfertig, das verzeihen wir aber gerne der großen Lage und stellen dem Winzer anheim, nicht im Fokus zu haben, diese Flasche ungereift zu öffnen. Die Verkosterrunde hat für den aktuellen Zustand drei Spirits zu vergeben. Man bespricht das Reifepotential und ergibt sich diesem Gedanken in Vorfreude. Ja, Potential hat dieser Proband ganz sicher, das wird auch festgehalten, auch wenn der Fruchtanteil, der im Gaumen ankommt eher übersichtliche ist. Er besticht mit Eleganz und Dichte, mit Trinkfreudigkeit und Harmonie. Kaufen und liegen lassen. und in ein bis zwei Jahren wieder probieren.

Michael Mossbrugger hat das Schloss Go­bels­burg, Wein­kul­tur­erbe Öster­reichs, zu einem der großen Weingüter des Kamp­ta­les aufgebaut. Seit 1996 arbeitet er auch, mit Hilfe Willi Bründlmayers, daran, Weine mit viel Format, Reifepotential und Trinkfreude zu produzieren. Viele Prämierungen und erfolgreiche Verkostungen zeigen von dem Spirits, der dort herrscht.

Ver­kos­tet, am 1.12.2013
Bild: Gobelsburg

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