Riesling Antonius Kremstal DAC, 2011, Josef Dockner

Weingut Josef Dockner, Kremstal

Josef Dockner und Sohn

Im Glas helles, kräftiges Gelbgrün, goldene Reflexe. In der Nase zuerst Limette und Steinobst mit Luft Pfirsich, viel roter Apfel, etwas Kandis. Am Gaumen Apfel und Limette, etwas Zitrone, darunter etwas Karamell und einiges an Mineralik, etwas bitter gegen Schluß, sehr gelungen und harmonisch, tragender Säurebogen, trinkig und nicht zu breit im Mund. Sehr lang im Abgang, im Nachhall etwas Mineralik und grünes Steinobst.

Er ist kein großer Brummer mit seinen 12,5 %, aber das macht ihn auch schön zugänglich und trinkig. Sehr gelungen und harmonisch, mit feiner Säure und schön komponierter Frucht macht er sich als Essenbegleiter wahrscheinlich sehr fein; das Preis-Leistungs-Verhältnis ist sehr übersichtlich, mit unter € 10,- kommt er von dieser Seite schon ins Rampenlicht. Die Verkosterrunde spricht eine überzeugte Kaufempfehlung aus und die drei Sterne hat er sich sehr redlich verdient. Eher tendiert er sogar noch zu höherem.

Josef Dockner ist einer der Großen im Kremstal. Mit viel Liebe bewirtschaftet das Familienunternehmen etwa 50 ha und erzeugt daraus 600.000 Flaschen pro Jahr, was für einen österreichischen  Winzerbetrieb schon sehr beachtlich ist. Und das noch mehr als man dies auf einem hohen Qualitätslevel tut, der Sprung über die 95-Punkte-Marke ist Sepp Dockner schon vor einigen Jahren gelungen und man hält diese Höhe fast spielend. Der Sohn Josef Dockner jun. hat inzwischen im Keller das Zepter übernommen während sich Vater Sepp mit seiner langjährigen Erfahrung um das Management und vor allem um die Umsetzung der Vielzahl von Ideen kümmert, die seinem kreativen Geist entspringen. Hier können sich viele Winzer noch Ideen holen.

Verkostet, am 6.10.2012
Bild: Dockner.

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