Rekordbeteiligung beim Internationalen PIWI Weinpreis 2015

15_Publikumsverkostung ist vorbereitetBad Dürkheim im November 2015 – Rekordverdächtige 272 PIWI’s von 120 Winzern aus 12 Ländern standen auf der Verkostungsliste des Internationalen PIWI Weinpreises 2015. Eine nie dagewesene Beteiligung, vor allem in Bezug auf die Herkunftsländer: So wurden erstmals Weine aus Belgien, Großbritannien, Irland und Polen zu der renommierten Verkostung eingereicht, die seit fünf Jahren von PIWI International und der WINE System AG organisiert wird. Eines der Hauptziele der Kooperation ist die Steigerung von Bekanntheitsgrad und Absatzchancen der „starken Reben“, denn ob sich die PIWIs im Weinbau langfristig durchsetzen können, entscheidet am Ende der Verbraucher. Deutlich gesteigert haben sich 2015 auch die Teilnehmerzahlen aus der Schweiz und den Niederlanden. Nach einem tendenziell eher schwierigen Weinjahr 2014 führen dieses Jahr drei Süßweine aus Rheinhessen, der Westschweiz und dem Jura das Ranking an, dicht gefolgt von einem Dessertwein und einem Schaumwein aus Württemberg sowie zwei Weißweinen aus dem westlichen Polen. 

Insgesamt wurden sieben Weine mit dem Prädikat Großes Gold ausgezeichnet, darunter die drei Gesamtsieger aus der Kategorie Dessertwein: Die 2014er Solaris Beerenauslese vom Weingut Thomas Rüb in Rheinhessen, der 2014er Solaris AOC vom Räblus Weinbau am Bielersee, Westschweiz und der biologisch erzeugte 2009er Cabernet Forte – Cabernet Carol AOC vom Weingut Vin du Jura aus dem Schweizer Jura. Darauf folgt die 2012er Cabernet Cortis Trockenbeerenauslese vom Weingut Gemmrich in Württemberg. In der Kategorie Weißwein gingen zweimal Großes Gold an Winnica Turnau im westlichen Polen, für den 2014er Seyval Blanc und den 2014er Hibernal, und in der Kategorie Schaumwein an das Württemberger Weingut Bernhard Ellwanger, für den 2014er Cabernet Blanc Sekt Brut. 

Weitere 98 der eingereichten PIWI-Weine wurden mit Gold und 126 mit Silber prämiert. Verkostungsleiter Martin Darting über den Jahrgang 2014: „Insgesamt hat der Jahrgang bei den PIWIs besonders leichte und frische Weine hervorgebracht. Wie bei den klassischen Sorten, hatten auch viele Erzeuger pilzwiderstandsfähiger Rebsorten im Jahr 2014 mit unreifen Phenolen zu kämpfen. Trotzdem hatten wir in allen stilistischen Kategorien viele Teilnehmer, die mit frischen, aromatisch sehr ausgeprägten Weinen und raffiniertem Säurespiel überzeugen konnten.“ Positiv aufgefallen sind den PAR-Teams zudem der international wachsende Mut zum Experimentieren und die beeindruckenden Qualitäten aus Newcomer-Weinländern wie den Niederlanden, Dänemark, Belgien und Irland, in denen die „starken Reben“ aufgrund des kühleren Klimas besonders beliebt sind. 

PIWI International e.V. fördert den Informationsaustausch zwischen Forschungsanstalten, Züchtern, Rebveredlern, sowie den Anbauern von PIWI-Reben und Weinproduzenten. In den letzten Jahren haben zahlreiche pilzresistente Rebsorten Eingang in die Praxis gefunden, einige davon erst versuchsweise. Seitens der Winzer besteht ein großer Informationsbedarf über diese Rebsorten. Dazu gehören ausführliche Beschreibungen ihrer Eigenschaften, Anleitungen für die optimale Weinbereitung, Degustationen, Diskussion von Vermarktungsfragen und Information der Konsumenten. Neben der Durchführung von Tagungen und regionalen Arbeitskreisen ist die Initiierung des jährlichen internationalen PIWI Weinpreises wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen von PIWI International.

Das vollständige Ranking mit allen PAR-Bewertungsbögen und Weinbeschreibungen ist ab sofort unter www.piwi-international.org einsehbar.

Text und Bild: Wine System AG

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