Reisebericht eines Sommeliers: USA. Kulinarisches aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Teil I

New YorkNach einer anstrengenden Wintersaison war es Zeit für Entspannung, Ruhe und Inspiration. Urlaub musste her. Aber wohin soll es gehen? Für mich sollte ein Urlaub auch eine Möglichkeit sein, mein vinophiles Wissen zu vertiefen und zu erweitern.

Aus TV-Blockbustern sind viele Städte aus den USA bekannt, große Städte wie New York, Los Angeles oder San Francisco kennen wir alle. Aber kennen wir sie wirklich? Was haben sie außer action and crime noch zu bieten? Von spannenden Restaurantkonzepten geht beispielsweise die Rede. So reifte der Plan, kulinarisch durch die USA zu reisen, um Land, Leute, Restaurants und natürlich Weingüter näher kennen zu lernen.

Die Reise begann in der Stadt die niemals schläft, New York. Oft besungen von großen Stars wie Alicia Keys oder Frank Sinatra. Aber was kann diese überwältigende Stadt aus kulinarischer Sicht? Gibt’s hier wirklich nur Fast Food wie Hot Dogs oder Hamburger? Und wenn schon: einen guten Burger lässt man nicht liegen, der sollte unbedingt auf der Speisekarte stehen!

In den USA hat sich im Laufe der Zeit eine regelrechte Burger-Kultur entwickelt. Einer der weltweit besten Burgerladen befindet sich – notabene – in New York und nennt sich „Shake Shake“. Jeder Burger wird bei Bestellung frisch zubereitet. Bei der Bestellung bekommt jeder Gast ein kleines elektronisches Kästchen mit, welches leuchtet und vibriert sobald die Bestellung fertig und abholbereit an der Kasse steht. Der Burger ist phänomenal! Zart und saftig mit einer leicht würzigen Sauce. Unbedingt empfehlenswert!

Natürlich haben wir uns auch hochausgezeichnete Sternerestaurants näher angesehen. Darunter waren das Eleven Madison, Thomas Keller’s Per Se, Keens Steakhouse (da gibt’s die besten Steaks der Stadt) und natürlich muss man als österreichischer Gastronom ins Le Bernardin und den aus Tirol stämmigen WSA-Sommelier-Weltmeister Aldo Sohm besuchen. Übernachtet haben wir im Marriott Marquise Hotel mitten am Broadway und Time Square. Dieses Hotel ist berühmt dafür, dass im Marquise Theater jährlich die New York Emmy Awards abgehalten werden. Was justament der Fall war. Stars haben wir nicht getroffen, aber dafür waren wir ja auch nicht da.

Weiter ging die Reise in die Stadt der Lichter, des Glücks und des Spiels: Las Vegas! Bekannt für Elvis Presley, Cher, Céline Dion und auch für Playboy-Chef Hugh Hefner, der im weltberühmten Palms Casino Hotel seine eigene Playboy-Suite hat. Wir selbst waren im Caesars Palace. Dieses luxuriöse Resort ist bekannt aus den Kino-Hits Rain Man oder Hangover. Im Jahr 2003 eröffnete der französische 3-Sterne-Koch Guy Savoy im Caesars, das konnten wir uns nicht entgehen lassen. Auch auf unserer Liste war das Restaurant von Juel Robergot im MGM Grand Hotel & Casino.

Mit einem Mietwagen ging es schließlich die Küstenstraße entlang Richtung Californien. Zwischenstopps in Santa Barbara und Los Angeles waren obligatorisch. In L.A. Kam ich nicht umhin, das Restaurant von Starkoch Wolfgang Puck zu besuchen, der ebenso Kärntner ist, wie ich es bin. Seit vielen Jahren ist er zuständig für den kulinarischen Teil der Oscar-Verleihung. Er ist Besitzer von über siebzig Restaurants, angefangen von Fast Food Ketten, über Café’s bis hin zu Gourmettempeln wie das Spago.

Was wäre eine USA-Reise ohne San Franciso? Bei diesem Stopp hieß es warm anziehen, denn wer glaubt, es sei immer warm in Californien, der war noch nie in San Francisco. Aber wer zieht sich nicht gern etwas über, wenn es um eine der wichtigsten kulinarischen Metropolen geht? Wir besuchten unter anderem das COI-Restaurant, welches ein wahnsinnig aufregendes Erlebnis bietet. Ebenso aufregend waren die Besuche im Benu-Restaurant sowie im Saison-Restaurant.

Lesen Sie hier Teil 2.

Text: Peter Ladinig
Bild: Andrea Damm/ pixelio.de

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