Redmont, 2008, Gerhard Markowitsch

Gerhard Markowitsch, Carnuntum

Gerhard Markowitsch

Im Glas dunkles Granat mit dunkelviolettem Kern, gut sichtbare Haftung. In der Nase etwas Kräuter, rote Waldbeeren, auch einiges an Mineralik, darunter dunkle Würze, etwas Vanille. Am Gaumen trinkig und weich, Weichsel, Karamell, etwas Kirsche und Vanille, harmonisch und gelungen, spürbare aber schon recht mürbe Tannine, elegant, mittellang, fein süße rote Früchte im Nachgang.

Sehr schön. Ein fruchtiger Barriquevertreter der durchaus noch Zeit hätte aber schon eine sehr feine Trinkreife aufweist. Ein toller Solist, speziell für die Klasse um € 10,- aber auch ein schöner Speisenbegleiter, denkbar vielleicht zu dunklem Fleisch oder kräftigen Pastagerichten. Kaufempfehlung, ja, natürlich. Und die drei Spirits hat er klar überschritten, da müssen schon vier Sterne her, verdienterweise. Der gute Gerhard Markowitsch hat wieder einmal bewiesen, dass man durchaus auch tolle Weine machen kann, die kein Vermögen kosten.

Gerhard Markowitsch zählt wohl zur ersten Winzerriege Österreichs. Er produziert etwa 400.000 Flaschen jährlich auf 25 ha Weingärten im Carnuntum. Dort ist das Terroir geprägt von der großen Vielfalt der Natur, denn wir finden von Sand-, über Kalk- und Braunerdeböden, bis hin zum Lößboden ein großes Spektrum, das auch ein großes Spektrum an Weinen und Stilen ermöglicht.

Verkostet, am 10.2.2012

Bild: Gerhard Markowitsch

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