Platinum, 2013, F.M. Mayer

F.M. Mayer, WienIn der Nase feine Aromen ungeschälter Mandeln mit etwas Akazienhonigduft und einem Hauch von reifen Alexanderbirnen. Am Gaumen kräftig und präsent, vielschichtige Fruchtkomponenten mit einem Touch Edelkastanie und sehr gut eingebundener Säure. Ein wirklich sehr langer Abgang mit Tiefgang und großartigem Nachklang. Dekantieren und atmen lassen, dann zeigt sich die beginnende Trinkreife! Sehr gutes Entwicklungspotential und langfristiges Lagerpotential!

Ein Grauburgunder, der die Bezeichnung „Platinum“ trägt, weil der Schimmer reifer Grauburgunderbeeren dem des Edelmetalls Platin, sehr ähnlich ist. „Granate mit Trinkgenuss“ wäre eine passende Kurzbeschreibung dieses Weins. Diese Kreation ist alles andere als leise oder gar zurückhaltend. Lautstark und präsent stellt dieser Wein so ziemlich jeden „Mitbewerber“ in den Schatten aber das alles geschieht ohne Derbheit, sondern mit männlicher Elegance und Selbstbewusstsein. Dieses außergewöhnliche, fruchtige, harmonische und dichte Auftreten würdige ich mit fünf Sternen. Und einer würzigen Kaufempfehlung.

Das Weingut F. M. Mayer besteht seit Ende des 20 Jahrhunderts, genauer seit 1999, und noch immer sind die erzeugten Mengen und die Rebflächen des Hauses klein. Der ungewöhnliche Weinmacher bringt viel internationale Erfahrung ein und er ist äußerst erfolgreich darin, seine ganz eigenen Vorstellungen des Wiener Weines durchzusetzen. Seine Produkte stehen in vielen Wettbewerben am Siegerpodest, beispielsweise konnte er bei der Wiener Landesweinbewertung mit allen eingereichten  Weinen reüssieren. Die Weinpresse hat ihn besucht und berichtet hier.

Verkostung Andy Bigler
Verkostet im Juli 2014
Bild: F. M. Mayer

 

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