Pinot Noir Classic, 2009, Gerhard Markowitsch, 2. Versuch

Im Glas dichtes Rot, dunkler Kern. In der Nase viel Ribisel und süße Waldbeeren, etwas schwarzer Tee und Himbeere, etwas Waldhonig. Am Gaumen zuerst sehr erdige Noten, erst mit einiger Luft kommen Noten wie Preiselbeeren und Cassis, auch Kaffee und Zimt, Tee, Toast,  mittelbreit, eher lang im Mund.

Spannend, am 2.2. dieses Jahres habe ich diesen Pinot das letzte Mal verkostet und im Moment würde ich dazu tendieren ihm definitiv einen Spirit weniger zu geben: Von vier zu drei Spirits. Ich denke aber, ihn einfach in einem schwierigen Moment seiner Reifung erwischt zu haben und möglicherweise wird die nächste Flasche, wenn sie denn in einiger Zeit geöffnet wird, wieder seine ursprüngliche Qualität zeigen und vielleicht noch mehr.

Gerhard Markowitsch ist meiner Meinung nach einer der ganz Großen im Carnuntum. Nicht nur der Betriebsgröße und der Menge nach, nein, auch nach den Qualitäten die dort in diesem Weingut erzeugt werden. Hier zeigt er wieder einmal mehr, was man aus einem Classic-Wein machen kann, wenn der Winzer nur die Größe hat zu seinem Stil zu stehen und das Durchhaltevermögen seinen Weg zu gehen.

Hier ist die Verkostung aus dem Februar zu finden.

Verkostet, am 25.11.2012

Bild: Markowitsch, Gerd Kressel

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