Schmeckt der Kaffee im Büro?

Büro, Kaffee, CappuccinoDas Büro ist für die meisten von uns der Ort an dem, abgesehen vom Wochenende zu Hause, der größte Teil unseres Kaffeebedarfs gedeckt wird. Über die Qualität unseres Frühstückkaffees entscheiden wir selber, doch wie sieht das am Arbeitsplatz aus?

Wer entscheidet denn hier über die Qualität? Wer entscheidet für Sie wie der Kaffee im Büro schmeckt? Der oder die Chefs? Die Mehrheit der Kollegen? Aus zahlreichen Klagen kenne ich das Problem, bei dem der Genussmensch unverstanden seiner Kompromissbereitschaft unterliegt und sich allzu oft mit dem begnügen muss, womit die Mehrheit zufrieden ist. Kennen Sie das auch? Sie geben nach und geben Ihrem eigenen Verständnis von Lebensqualität nicht den Platz, den Sie selber dafür für wichtig erachten.

Es ist mit Sicherheit ein schwieriges Thema, bei dem viele verschiedene Argumente unter einen Hut zu bringen sind: Was darf die Maschine kosten und welche kommen denn überhaupt in Frage? Welche Tassengrößen und wer reinigt die Kaffeemaschine,  wie viele Tassen werden pro Tag getrunken und wer kauft die Milch? Wieviel Platz steht zur Verfügung und muss die Maschine auch Cappuccino zubereiten können? Niemand hat Zeit zum Kaffee kochen und sauber muss es sein, auch wenn niemand Zeit und Lust dazu hat, diesen Bereich sauber zu halten …
Wir kennen das alle.

Es gilt den Konsens zwischen Bequemlichkeit und Genuss zu finden und das zum bestmöglichen Preis. Was letztlich schwieriger klingt als es wirklich ist. Denn der bestmögliche Preis liegt nicht in der Höhe der Anschaffungskosten, sondern bezieht Haltbarkeit und Wartungsfreundlichkeit der Kaffeemaschine mit ein. Hier gibt es zum einen die klassische Filtermaschine als günstigste Lösung, sie scheidet aber auch gleich wieder aus Qualitätsgründen aus. Das große Plus an Bequemlichkeit gehört – zum anderen – den Voll- und Münzautomaten. Die Nachteile zeigen sich hier aber oft erst auf den zweiten Blick: Das  häufige Piepsen, ausgelöst durch Wassermangel, das Reinigungsprogramm läuft gerade dann, wenn eigentlich Kaffee herauskommen sollte und die Maschine ruft ganz sicher dann nach einem Servicetechnicker, wenn der Besprechungsraum voll ist und man gerade dabei, mehrere Espressos für die Firmenleitung zuzubereiten.

Wenn es denn, bedingt durch den Büroalltag, zu schwierig scheint, eine andere Zubereitungsart, beispielsweise Handaufguss kombiniert mit einer Mühle, Pressstempelkanne oder doch eine Siebträgermaschine einzuführen, so sollte wenigstens der einfachste Schritt getan werden: Sorgen Sie für gute Bohnen. Fragen Sie die Kaffeerösterei Ihres Vertrauens, welche Mischung, welche Röstung am besten zu Ihrer Bürokaffeevariante passt. Die Qualität Ihres Bürokaffees wird sich schon alleine durch diesen einen Parameter um mindestens eine Größenordnung ändern. Und auch wenn es so manche Kollegen vielleicht nicht zu schätzen wissen, bedenken Sie, es ist auch Ihr Kaffee, Ihr Genuss, Ihre Lebensqualität, für die Sie sich da gerade einsetzen.

Und an dieser Stelle spreche ich einmal in unser aller Namen ein großes Dankeschön an alle Chefs aus, die ihren Mitarbeitern diese Stärkung zwischendurch spendieren, und sei es nur wegen der zu erwartenden Leistungssteigerung. Bedenken Sie auch dass guter Kaffee ein gutes Betriebsklima fördert.

Für Verbesserungsvorschläge fragen Sie Ihren Kaffeeröster. Bei Gaumen- und Magenbeschwerden fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Text: Pe­ter Stei­nin­ger
Bild: pixpack / 123RF Stock Photo

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