Pasta, Pasta, Pasta. Basta.

Was Pasta wirklich kann. Nudel sind Nudeln sind Nudeln. Basta.Gibt es noch andere Dinge, die man so freudvoll, so schnell und einfach und doch immer wieder so schmackhaft zubereiten kann? Eher nicht. Es gibt über 300 verschiedene Nudelsorten, die mit unzähligen Saucen serviert werden. Jeweils eine andere Form, eine andere Oberfläche und eine andere Kreation.

Pasta kann jeder, konnte man in einem der großen Social-Media-Portale vor einiger Zeit lesen. Stimmt vielleicht, dachten wir, aber nicht jeder kann Pasta, so dass auch was draus wird. Denn einige kleine Ratschläge sollte man schon beachten.

Bäumchen wechsel dich geht gar nicht.
Nicht jede Pasta passt zu jeder Soße. Die Italiener machen da nicht ganz zu unrecht eine kleine Wissenschaft daraus, denn jede Pastaform hat ihre Eigenschaften und jede dieser Eigenschaften passt zu einer Art von Gericht. Spaghetti beispielsweise passen oft und gerne zu dickflüssigen Soßen, Pesti, Carbonara aber auch Aglio olio. Tomaten bieten sich als Basis für eine passende Soße gerne an und meist wird das auch ganz gut. Trockene Gerichte, also Pasta ohne Soße, etwa mit Gemüse oder andere Varianten, verstehen sich oft gut mit Orichiette oder Farvalle. Tagliatelle kommen aus dem Norden Italiens, sie wurden gemacht für Bolognese, für Ragouts mit Kaninchen aber genauso für Tomatensaucen. Übrigens, die Kochzeit auf der Packung ist nicht nur ein Hinweis für den Koch, sich nach einer gewissen Zeit wieder von der Köchin ab und dem Herd zuzuwenden. Es sagt auch etwas aus die Dicke, die Dichte und den Geschmack. Als Hausregel mag gelten, je länger die Kochzeit, desto dicker, gehaltvoller und geschmacklich besser ist die Pasta. Unser Favorit? Ab 13 min Kochzeit aufwärts, da wird’s wirklich gut. Und noch ein Tipp am Rande: Kochen sie die Nudeln etwa eine Minute kürzer als auf der Packung steht und werfen Sie sie dafür kurz noch in die heiße Sauce. Das wirkt Wunder.

Niemals abspülen
Bei uns hier in Mitteleuropa lernte man früher, die Pasta nach dem Kochen abzuspülen, damit sie nicht so klebrig ist. Ganz falsch. Kein Italiener würde das jemals machen. Man würde die Stärke abspülen, der Kleber, der aber oft so wichtig ist, um eine gute Bindung mit der Soße zu erreichen. Am besten gleich nach dem Kochen in die Sauce mischen, das bringt die besten Ergebnisse.

Salz ist ungesund
Die Pasta braucht viel Wasser um gut gekocht er werden. Nicht daran sparen. Und die Sache mit dem Salz ist die, dass die Pasta ohne eben nur halb so gut ist. Ein fetter Teelöffel pro Liter Wasser (die ganz Gewieften geben noch eine Prise Pfeffer zu). Nix da, mit Salz ist ungesund und das brauchen wir nicht und so. Salz muss sein. Basta, Pasta.

Öl im Wasser ist maximal ein Umweltunfall
Es ist wie beim Pasta abspülen. Früher in Großmutters Küche lernte man, dem Nudelwasser unbedingt Öl zuzusetzen. Wir können das heute gar nicht rot genug durchstreichen. Öl würde sich als Film auf der Pasta verteilen und die Sauce könnte dann nicht mehr haften. Ergo, Öl gehört in den Motor und in den Salat, ins Nudelwasser nie.

Pecorino statt Grana
Zum Schluß noch ein Insider. Haben Sie schon mal einen guten (reifen) Pecorino statt des Grana Padanos aus der Tüte versucht? Probieren Sie’s aus. Gibts an der Käsetheke, kaufen sie ihn dort frisch aber gereift (meist sind die gereiften etwas dunkler und etwas fester) und nehmen Sie um Gottes Willen einen toscanischen oder sardischen (der Toskaner hat die gleiche Machart, weil diese aus Sardinien dorthin importiert wurde). Reiben Sie ihn, das kann auch eine Maschine erledigen, dann aber nicht zu fein, denn die Oberfläche der geriebenen Teilchen sollte noch groß genug sein, um etwas Sauerstoff abzukriegen. Wegen der Aromen. Und dann über die Pasta damit, statt des fertig verpackten Grana aus der Kühltheke. Geschmack mundvoll.

Also. Ab in die Küche. Heute gibt’s Pasta. Wie auch schon gestern.

Text: Gregor Klösch
Bild: subbotina / 123RF Stock Photo

Comments are closed.

DieWeinpresse located at Wien , 1020 Wien, Austria . Reviewed by 4793 Reader rated: 4.8 / 5