Passen Desserts zu gesunder Ernährung?

Apfelkuchen. Gesunde Ernährung?Ein heikles Thema, wie viele meinen. Und ganz davon zu schweigen, was uns die Medien über „gesunde Naschereien“ und „wertvolle Vitamine“ erzählen. Oder etwas salopper formuliert: Was sie versuchen uns einzutrichtern. Die Meinungen gehen, speziell zu diesem Thema, natürlich extrem auseinander. Ich habe meine ganz eigene davon. Fakt ist, Zucker zählt natürlich nicht zu den gesunden Lebensmitteln – dennoch zu den Genussmitteln. Und ein gesundes Gemüt macht doch auch glücklich, nicht wahr?

Es gibt eine sehr einfache Möglichkeit, köstliche Nachspeisen oder Desserts gesünder zuzubereiten. Man man greift zu frischen, ganzen Obst. Ganzes Obst, bitte deswegen, weil Fruchtsäfte wiederum viel mehr Zucker als die eigentliche Frucht enthalten und außerdem im Saft jegliche Ballaststoffe fehlen. Der Saison bedingt, werden momentan alle möglichen Beerenarten verarbeitet. Da ist es einfach. Um beispielsweise einen Beerensmoothie aufzupeppen, braucht man nur etwas Joghurt, Honig und eine vollreife Banane mit großer Menge an natürlicher Süße.

Generell werden Honig und Ahornsirup sehr gerne als Alternative zu unserem weißen Zucker verwendet und es ist richtig, dass man damit bei geringerer Dosierung die etwa gleiche Süßkraft erhält. Auch sind diese Zuckermoleküle einerseits leichter für den Körper aufzuspalten und beinhalten wertvolle Vitamine und Inhaltsstoffe, andererseits, wie gesagt, natürlich-süß und sehr schmackhaft. Auf diese Art lässt sich ganz einfach immer wieder eine Alternative zum weißen Zucker finden. Sehen wir weiter in die Backstube. Um beispielsweise einen leckeren aber etwas gesünderen Kuchen zuzubereiten, ist immer ein Apfelkuchen mit Mandeln zu empfehlen. Natürlich sollte man keinen üblichen Rührteig mit Butter zuzubereiten, sondern eher auf einen Biskuitteig mit etwas Öl zurückgreifen. Äpfel entfalten beim Backen ein herrliches Aroma und auch die Mandeln sind angenehm süß, sodass man die herkömmliche angegebene Menge an Zucker auf mehr als die Hälfte reduzieren kann. Und für unsere ganz Süßen: Wer auf eine Portion Schlagobers zum Kuchen nur ungern verzichtet, kann das Obers ja anstatt kräftig gesüßt, einfach mal mit etwas frischer Vanille, und Zimt verfeinern.

Generell, denke ich, darf man es sich schon auch einmal gut gehen lassen. Und ehrlich, da gehört das Naschen auch dazu., oder nicht? Wer sich gesünder ernähren will und trotzdem auf die Naschereien nicht verzichten will, für den würde ich, mal abgesehen von den oben angeführten Tipps, empfehlen: Einfach genießen wie und was schmeckt. Wenn es heute eine bombige Schokoladentorte sein darf, einfach mal die Hälfte, oder vielleicht nur ein Drittel davon genießen.
Das beruhigt das Gewissen, und tut der Seele gut.

Text: Elisabeth Mair
Bild: millermountainman / 123RF Stock Photo

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